Montag, 21. November 2016

"Traurigsein ist wohl etwas Natürliches. Es ist wohl ein Atemholen zur Freude, ein Vorbereiten der Seele dazu."


Aphorismus von Paula Modersohn-Becker

In den letzten Tagen wurde es immer ruhiger im Nestchen, was einen besonderen Grund hat. Der Großteil dieses Grundes ist die Traurigkeit, die momentan in meinem Herzen wohnt. Ich habe lange überlegt, ob ich mich auf meinem Blog dazu äußern möchte. Doch ja, ich möchte es. Es ist ein sehr persönlicher Beitrag, den ich hier schreibe. In wie weit er sich auf mein Bloggerleben auswirken wird, weiß ich noch nicht. Ich weiß nur, ich brauche momentan Zeit. Zeit für meine Familie, Zeit für mich, Zeit mit Freunden und auch Zeit mit meiner Traurigkeit. 


Ein Mensch, der mich mit offenen Armen bei sich willkommen hieß, den ich beinah mein halbes Leben kannte. Der in meiner Gegenwart nie schlecht gelaunt war, der nie laut geworden ist, der Verständnis und ein großes Herz hatte, ist von dieser Welt gegangen. Ganz plötzlich und leise...Gerade deshalb ist es für mich schwer, es laut herauszuschreien, obwohl ich es möchte. Ich bin traurig...nicht todtraurig, nein, denn alles was ich mit diesem einen Menschen teilen durfte, nehme ich mit in meinem weiteren Leben. Das lässt mich ab und zu Luft holen. Ich hoffe sehr, dass es mich auf kommende Freuden meiner Seele vorbereitet. Momentan weiß ich nur, ich kann nicht lesen, ich kann kaum schreiben, ich habe eine gewisse Leere in mir. Eine Leere, die immer wieder von Menschen mit einem kleinen Sonnenstrahl geflutet wird und gerade an diese Menschen möchte ich jetzt denken, an ihnen möchte ich mich festhalten. 

Meine Rezensionen sind meistens persönlicher Art und vielleicht werde ich die ein oder andere schreiben können, versprechen möchte ich dies aber nicht. Einzig die Plätzchenwoche in meiner Nestküche bereitet mir Spaß, weil sie ablenkt und weil sie Leckereien für die Seele zaubert. Ich weiß, jeder der diesen Blog verfolgt, wird Verständnis haben und warten bis ich bereit bin, erneut in die Tasten zu hauen. Bis dahin hoffe ich, allen von euch und euren Lieben geht es gut!


Freitag, 18. November 2016

Pinocchio - Hörspiel zur Fernsehverfilmung


Er möchte ein richtiger Junge sein. Möchte zur Schule gehen, möchte mit anderen Kindern spielen, um die Wette rennen, bis er hinfällt und sich das Knie aufschlägt. Er möchte sehen, wie aus der Wunde Blut austritt. Er möchte nur eines, ein richtiger Mensch sein.
 


Donnerstag, 10. November 2016

Mount Rushmore National Memorial


Der letzte Bericht zu meiner USA-Reise liegt bereits so weit zurück, dass ich hoffe, ihr habt überhaupt noch Lust, etwas dazu zu lesen. Meine Gedanken hängen nach wie vor in South Dakota und in Wisconsin fest. Eigentlich will ich auch nicht, dass ich komplett wieder hier bin. Wenn ich ehrlich bin, dann bewahre ich mir lieber noch etwas diese Nähe, um mich daran zu erinnern, dass ich unbedingt wieder hin will. Motivation also, aber eben auch Sehnsucht...
 

Dienstag, 1. November 2016

"Die Zeit, die das eine Mal dahinfliegt, wie ein Vogel, schleicht das andere Mal wie eine Schildkröte - aber angenehmer erscheint sie nie, als wenn man nicht sagen kann, ob sie schnell oder langsam verstreicht."


Motto der Woche


Aphorismus von Iwan Sergejewitsch Turgenjew

Lange, sehr lange ist mein letztes Nestchenmotto her. Es lag in der Zeit, als ich in den USA war. Danach konnte ich einfach kein Motto wählen. Mir fehlten die Worte. Das tun sie leider irgendwie immer noch etwas, aber ich bemühe mich nun wieder, einen schönen Aphorismus zu entdecken und euch dann mit meinen Gedanken dazu zu beglücken. 

Zeit ist ein Thema, welches mich sehr beschäftigt. Das Jahr hat nur noch zwei Monate, dann ist es Geschichte. Momentan habe ich das Gefühl, dass die Zeit an mir vorbei rast. ...Ach ich wollte noch...schwupps ist der Tag rum. ...Ich muss noch beim Arzt anrufen...schwupps ist es nach 18:00 Uhr. Geht euch das auch manchmal so? Vielleicht nehme ich mir momentan zu viel vor, bin zu unorganisiert, zu leicht ablenkbar, zu unkonzentriert? Möglich...und doch gibt es dann auch bei mir wieder Situationen, in denen ich denke, wie langsam die Zeit doch gerade voranschreitet. 


Diese Situationen sind zwar irgendwie selten, aber es gibt sie. Dann hilft es aber nicht, den Sekundenzeiger beim Ticken zu beobachten. Wird nicht besser, das dürft ihr gern glauben. Ich versuche stattdessen, Dinge in meinem Kopf zu sortieren. Einen Plan zu entwickeln, den ich zwar dann spätestens am nächsten Tag vollkommen über den Haufen haue, aber in diesem Denkermoment hilft es mir, das Ticken auszuschließen. Und schwupps fängt die Zeit wieder an zu rasen. 

Doch am Schönsten ist es, wenn man sich gar keine Gedanken zur Zeit macht oder machen muss. So ein herrlich freier Tag für Körper und vor allem Geist ist sehr viel wert. Dann ist das Vogelzwitschern der schönste Gesang, dann reicht dir das Lachen deines Kindes, dann bist du einfach nur glücklich, wenn du dir die Sonne ins Gesicht scheinen lassen kannst. Dann und genau dann bemerkt man vielleicht, dass die Zeit doch irgendwie immer richtig geht und man vor allem die Momente genießen sollte, in denen man über die Zeit gar nicht nachdenkt!

Ich wünsche euch eine tolle neue Woche und allen die heute einen Feiertag genießen dürfen, einen tollen freien Tag!!!

Sonntag, 16. Oktober 2016

#BlogThrowback - Es war einmal im Oktober!


Heute möchte ich erneut einen Blick im Nestchen zurückwerfen und schauen, was sich im Oktober vor einem oder mehreren Jahren ereignet hat. Ich möchte damit vor allem auch auf alte Blogbeiträge aufmerksam machen, die mir am Herzen liegen oder die vielleicht sogar auch einen gewissen Peinlichkeitsfaktor haben. Also schauen wir mal...
 

Montag, 10. Oktober 2016

Die Akte Harlekin - Thomas Vaucher


Er hat eine Frage gestellt. Das Pendel hat geantwortet. Eindeutig. Nicht neutral. Ganz entschieden hat es ihm den Weg gewiesen. Und doch ist passiert, was nicht passieren durfte...

Privatdetektiv Richard Winter haust seit mehr als sechs Jahren in seiner Wohnung, die auch gleichzeitig sein Büro ist. Er ist ungepflegt und trinkt am liebsten Hochprozentiges. Früher war er ein angesehener Kommisar kurz vor der Beförderung, doch dann traf er die falsche Entscheidung. Im Alleingang. Nichts ist ihm geblieben, nach dem er bei der Polizei rausgeflogen ist. Nichts, außer seiner geliebten Hündin Sydney und seinem Fernschachspiel mit einem Russen. Das Spiel ist festgefahren und Richard ist sich sicher, dass er nicht nur in diesem Schachspiel matt geht. Doch dann steht eine junge Polizistin vor seiner Tür. Die Polizei braucht seine Hilfe bei der Ergreifung eines Serienmörders. Bevor sich Richard versieht, wird er in diesem Fall vom Jäger zum Gejagten...

Sonntag, 2. Oktober 2016

Spectaculum...


...in der Nähe des Nestchens. Natürlich mussten wir da kurzzeitig das kuschelige Gefilde verlassen und uns zu selbigem begeben. Dort trafen wir auf Wikinger, auf allerhand Handwerkskunst, auf einen Flohzirkus, auf Papierschöpfer, auf Bogenschützen und holde Mägde. Aber wir trafen auch auf einen Feuerspucker. Einen der mit seiner Showeinlage nicht nur große Besucher zum Staunen brachte. Besonders die kleinen Zuschauer waren fasziniert und durften diesen Wagemut sogar unterstützen. Wahrscheinlich mit einer gehörigen Portion Respekt. Aber wann darf man denn schon mal die Fackel des Feuerspuckers halten, während er Feuer spuckt. Für die Jungs, aber auch die Mädchen ein tolles Erlebnis.