Dienstag, 28. April 2015

"Kein einziger Mensch lebt sein Leben allein; wir alle leben unsere Leben gemeinsam."

(c) Ruud Morijn
 


Aphorismus von Bradley Somer

Jeder fühlt sich dann und wann einmal allein. Einsamkeit ist für manche Menschen nur schwer zu ertragen und andere wiederum finden sie manchmal sogar heilsam. Doch was wäre, wenn wir wirklich niemanden um uns haben? Damit meine ich nicht Familie, Freunde oder Nachbarn, sondern einfach Menschen, die wir nicht kennen, die aber trotzdem um uns sind. Die Welt wäre ein sehr einsamer Ort, wenn das so wäre. Immer wieder kreuzen sich Wege mit Menschen, die wir noch nie in unserem Leben getroffen haben, die uns vollkommen fremd sind. Trotzdem spüren wir bei einigen, dass da mehr ist, dass da ein unsichtbares Band eine Verbindung hält. Dieses Band ist natürlich nicht bei allen vorhanden, was wäre das für ein riesiges Wirrwarr. Aber es kann einfach so entstehen. Beispielsweise könnte ich heute in einer Buchhandlung stehen, ein Buch in der Hand und plötzlich den Hinweis einer mir vollkommen fremden Dame erhalten, dass selbiges Buch einfach wundervoll geschrieben ist und ich es lesen sollte. Darüber kommen wir ins Gespräch und halten einen kurzen Bücherplausch. Plötzlich ist da mehr als diese Fremdheit, ein klein wenig Nähe entsteht. Ich könnte auch einfach Menschen in der Kassenwarteschlange vor mich lassen oder einer kleineren Person etwas aus dem oberen Regal reichen. Genauso könnte ich jemandem mein noch nicht abgelaufenes Parkticket schenken oder unserem Päckchenzusteller einfach mal ein kleines Dankeschön überreichen. Ich kann versuchen, etwas Trost zu spenden, wenn andere in einer misslichen Lage sind. Es gibt viele Arten, wie man plötzlich mit Menschen in Kontakt kommt, die man noch nicht kennt. Genau das ist für mich die Aussage von Bradley Somer. Wir sind nicht allein mit oder in unserem Leben, wir haben Verbindungen zu anderen, mögen diese auch manchmal nicht sofort sichtbar sein, so sind sie doch da. Wichtig für uns ist nur, dass wir auch bereit sind, gemeinsame Leben zu führen. Denn wenn unser Herz nicht offen ist, dann wird es schwer für das Band, dann reißt es, sobald es entsteht. 

Ich wünsche euch eine schöne neue Woche, in der ihr viele Gemeinsamkeiten mit anderen Menschen entdeckt und vielleicht auch hier und da neue Bänder knüpft!

Kommentare:

  1. Hallo liebe Karin!
    Ein toller Beitrag, vielen Dank dafür und er ist so wahr! Alleine und einsam, das wäre sehr schlimm. Soziale Kontakte sind sehr sehr wichtig. Die Familie und die Freunde usw. sind einfach unbezahlbar. Ich finde es aber auch toll, wenn man spontan mit fremden Menschen ins Gespräch kommt.
    Liebe Grüße
    Sandra

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  2. Interessanter Ansatz, war schon oft mein Thema ... alle mögen es, doch niemand nimmt sich das wirklich sehr zu Herzen. Ok, die Wenigsten.

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Ich freu mich über euer Gezwitscher!