Mittwoch, 30. September 2015

Flugspuren im September


huuuiiiii...*krach*...hups, war ich das? Na ja egal, lande ich halt auf einem dickeren Ast. Wollt ihr wissen, welche Blogäste ich im September als Landeplatz benutzt habe? Dann schaut mal ganz schnell unter mich und schon könnt ihr lesen, was ich gelesen habe.


----------------------------------------

Neutral? Dafür ist es zu spät...

Ja, das Thema flüchtende Menschen lässt nicht nur meine Gedanken tagtäglich kreisen. Es sind vor allem sehr viele Blogger, die nicht nur ihre Gedanken hinaustragen sondern helfen. Der Beitrag der lieben Nina zeigt auf, dass es nicht immer schwierig ist, mit kleinen Gesten zu helfen. Nicht nur meckern, machen!!! Vor allem seine Zeit sinnvoll nutzen, Gutes tun, auch ganz ohne eine riesige Spendensumme zu überweisen. Warum ihr auch an der Supermarktkasse dazu Zeit finden könntet, erfahrt ihr auf ihrem Blog.


----------------------------------------

Lilienlichts Hochzeitsfgeflüster...

Die liebe Diana hatte ihre Leser auf Facebook gefragt, ob sie denn auch Interesse an Off-Topic-Themen auf ihrem Literaturblog hätten. Und sie hatten. Für mich macht es einen Blog einfach persönlicher und so schrieb Diana ihr Hochzeitsgeflüster zu ihrer ganz persönlichen Hochzeitsplanung. Wer also neugierig ist, was dort planungsgemäß ablief oder wer vielleicht Anregungen für seine eigene Hochzeitsplanung sucht, ist auf ihrem Blog genau richtig.


----------------------------------------

Bloggen - Geben - Nehmen - Teilen

Was bedeutet für euch das Bloggen? Veröffentlichungen von eigenen Beiträgen, Rezensionen, was auch immer und das war es dann? Die lieben Quindie-Autoren haben sich dieser Frage gestellt und dabei auch gefragt, warum es einigen oder gar vielen so schwer fällt, Beiträge anderer Blogs zu teilen. Sehr lesenswert und vor allem zum Nachdenken anregend. Wie sollte denn sonst Social Media benutzt werden, wenn nicht durch teilen.


----------------------------------------

Die 20-Sekunden-Manuskriptprüfung

Auf ihrem Blog widmen sich der Verleger Bernhard Salomon und die Lektorin Gudrun Angerer den Fragen und Antworten des Alltags in einem Verlag. Doch sie geben auch eine Menge Tipps, was Autoren bitte tunlichst zu unterlassen hätten, sofern sie möchten, dass ihr Manuskript überhaupt nur ansatzweise gelesen wird. In diesem Post, den ich euch empfehle, weisen die beiden darauf hin, welche Fehler man allein bei der Einreichung des eigenen Manuskriptes machen kann. Diese wiederum führen dann dazu, dass das Manuskript ungelesen bleibt.


----------------------------------------

Highlights Frankfurter Buchmesse 2015

Werdet ihr auf der Buchmesse in Frankfurt unterwegs sein? Wollt ihr bestimmte Autoren oder Bloggertreffen nicht verpassen. Dann schaut doch mal bei lieben Philip vorbei. Er hat sich die Mühe gemacht und da einige tolle Dinge zusammengestellt. Ihr könnt euch sogar in die Liste der anwesenden Blogger eintragen und habt dort auch den Überblick, wer denn noch vor Ort ist. Eine tolle Sache und für manchen Buchmesseneuling eine echte Hilfe.


----------------------------------------

"Du weißt, dass du reif für die Frankfurter Buchmesse bist..."

Tags sind ja nicht bei allen beliebt. Ich muss sagen, ich zähle mich zu der Fraktion, die eher sehr, sehr selten bei solchen Tags mitmachen. Ich gebe zu, manchmal nerven die mich total. Aber die liebe Verena hatte da eine Idee und genau genommen, ist es zwar ein Tag, aber eben ein vollkommen ungezwungener. Den rein theoretisch könntet ihr auch so verraten, warum ihr reif für die Frankfurter Buchmesse seid und was ihr davor nun schon so alles anstellt.


----------------------------------------

...und noch mehr Frankfurter Buchmesse - übernehme eine Bloggerpatenschaft

Die liebe Anka und die liebe Ally haben sich etwas für die Buchblogger überlegt, die noch etwas schüchtern und mit großen Augen genügend Respekt vor dem Spektakel Buchmesse in Frankfurt haben. Kurzerhand riefen sie dazu auf, das "erfahrene Buchbloggermessebesucher" eine Patenschaft übernehmen. Man kann sich nach wie vor "bewerben". Ich habe das heute getan und bin gespannt, wer mit mir dann einen oder auch zwei Tage durch die Messe flattert. Der Beitrag erschien zwar schon im August, aber das Update ist erst wenige Tage alt.


----------------------------------------

Ich hoffe sehr, dass euch meine Flugspuren wieder den einen oder anderen interessanten Post gezeigt haben. Und nun verschwinde ich vorerst auf meinem Buchmesseplanungsast!


Dienstag, 29. September 2015

"Wenn wir nicht auf die Gefühle anderer achten, haben wir keine Richtschnur für unser Verhalten."


Aphorismus von Tenzin Gyatso (Dalai Lama)

Die Gefühle anderer sind für manch einen nur schwer nachzuvollziehen und dabei ist es gar nicht so schwer, sich in eine andere Person und deren Situation hinein zu versetzen. Vielleicht braucht man dafür ein wenig Mut und allem aber einen eigenen Willen. Willen, den einige lieber mit dem Herumtreten auf den Gefühlen anderer verbringen. Mut, den einige lieber nutzen und sich in den Mittelpunkt stellen, in dem sie andere nieder machen. Manchmal reicht es auch nur, wieder in der Verallgemeinerung zu enden. Zur Zeit werden vermehrt Fotos in sozialen Netzwerken gezeigt, die für mich vorzugsweise nur ein Ziel haben. Sie werden zur Stimmungsmache genutzt, denn beschäftigt man sich kurz mit einigen dieser Fotos, wird man feststellen, dass die Mehrheit nicht in diesem Jahr entstanden ist. Ich habe sogar Beträge gefunden, die drei bis vier Jahre alt sind und deren Fotos nun in einem vollkommen anderen Zusammenhang mit etwas gleich gesetzt werden, nur damit die Leute die Augen öffnen sollen. 

(c) Sasin Tipchai
Ich habe nicht nur meine Augen offen, sondern nach wie vor meinen Geist. Ich möchte nichts schön reden und sagen, dass Leben mit den flüchentenden Menschen wird reines Zuckerschlecken, denn das wird es nicht. Da sind Anstrengungen notwendig auf beiden Seiten. Aber diese Verallgemeinerungen (ich möchte keiner dieser Aussagen hier auf meinem Blog stehen haben) machen mit wütend. Warum nur fällt es einigen so schwer, sich der Gefühle dieser Menschen bewußt zu werden? Wie können wir menschlich sein, wenn uns nicht einmal das gelingt? Unser Verhalten zeigt sich am besten, wie sehr oder wie wenig wir mit diesen Menschen mitfühlen. Bitte lasst nicht zu, dass eure Gefühle durch diese Verallgemeinerungen verhärten.

Vor allem lasst aber nicht zu, dass fremde Gefühle zu euren eigenen werden. Denkt nach, bevor ihr handelt. Informiert euch und zwar richtig. Manchmal reicht es auch schon, wenn man geteilte Meldungen einfach noch einmal googelt. Dann sieht man sehr schnell, wie aktuell die Orginialmeldung wirklich ist. Damit möchte ich ältere Meldungen nicht herunter spielen, ganz im Gegenteil. Es ist mir nur wichtig, dass insbesondere Fotos nicht aus dem Zusammenhang gerissen und für gewisse Hetze benutzt werden. Das bringt nur die weiter, die meinen, sie hätten die Allgemeinheit hinter sich. Ich habe nach wie vor meine eigene Meinung zu diesem Thema und respektiere auch die andere Seite, aber nur solange es dabei nicht um Beleidigungen, Hetze oder sogar Gewalt geht. Dazu sage ich strikt NEIN!!!

Ich finde es nach wie vor sehr spannend, von wie vielen Bloggern die Aktion Blogger für Flüchtlinge unterstützt wird. Aber mittlerweile  haben auch Verlage und Autoren einen enormen Teil zum derzeitigen Stand beigetragen. Wer wissen möchte, was bisher erreicht wurde, der schaue gern hier. Es ist wichtig im Gespräch zu bleiben. Wer helfen möchte kann diese ebenfalls unter dem Link gleich tun. Es muss keine Unsumme sein. Bereits 5 Euro sind ein Beitrag, der einiges Lächeln zaubern kann.


Sonntag, 27. September 2015

Federleicht...


ist zwar mein Foto der Woche, aber nicht die Thematik dahinter. Denn diese Woche fand ich heraus, dass sich jemand mit meinen Federn geschmückt hat und eine meiner Rezensionen geklaut hat. Ich möchte hier nicht wieder dieses Thema breittreten, wer es noch nicht gelesen hat, der kann diesen Post dazu lesen. Ich möchte einfach nur sagen, dass ich momentan eher nicht so federleicht bloggen kann, aber den Spaß mir trotzdem nicht vermiesen lasse. 


Das Schreiben ist mir wichtig, war es schon immer und wird es immer sein. Mit meinem Blog kann ich das, so oft ich möchte, auch tun. Ich finde es nach wie vor spannend, welche Ideen mir manchmal einfach so durch den Kopf fliegen. Einige sind gelinde gesagt, etwas klein wenig besser als Mist, aber andere wiederum, versuche ich sehr gern umzusetzen. Das diese Ideen meist gut funktionieren und ihr diese Dinge auch lesen oder ansehen wollt, beweisen vor allen das Motto der Woche und mein Bild der Woche. Das finde ich sehr schön. Es dient mir immer wieder als Motivation mich weiter zu entwickeln, ohne dass ich mich ständig neu erfinden muss. Danke dafür!


Donnerstag, 24. September 2015

Mit fremden Federn schmücken...


Eigentlich wollte ich diesen Betrag bereits gestern schreiben und euch abends präsentieren. ABER, Wut und Frust sind keine guten Schreibwerkzeuge um etwas sachlich an euch weiterzugeben. Einige dürften es mitbekommen haben. Derzeit wird oder wurde wieder kräftig von Blogs geklaut, um dann diverse Rezensionen als eigene auf dem eigenen Blog zu veröffentlichen. Mich hat es auch erwischt. Meine, in meinen Augen, speziellen Rezensionen würde ich überall wiedererkennen. So auch gestern Mittag. "Die letzten Tage von Rabbit Hayes" war auf einem anderen Blog zu finden und meine Meinung, wurde dort als die der Bloggerin ausgegeben. 

Ein Schock! Ganz ehrlich, ich bin nicht naiv, aber dann die eigenen Worte auf einem fremden Blog ohne Hinweis auf den Urheber zu finden, dass hätte ich so nicht erwartet. Ich bin wahrscheinlich ein zu herzlicher Mensch, als das ich so etwas jemandem zutrauen würde, auch wenn ich ihn nicht kenne. Fakt ist, es war passiert. Was nun?

Ich habe eine Möglichkeit gefunden, an die besagte Bloggerin heranzutreten und habe ihr unmissverständlich klar gemacht, dass sie mit ihrem Handeln das Urheberrecht verletzt und ihr außerdem erklärt, dass auch ein privater Blog diesem Recht unterliegt. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Meine Töchter lernen in der Schule, dass sie Quellenangaben machen müssen, wenn sie sich Informationen aus dem Internet besorgen. Nichts anderes ist das "Kopieren" von Rezensionen. Eine Verlinkung zu meinem Blog und schon sieht die Sache anders aus. Aber so, nenne ich es ganz klar beim Namen. Das Kopieren fremder Rezensionen und das Veröffentlichen selbiger unter eigenem Namen ist Diebstahl von geistigem Eigentum.

In meinem Fall ist die Sache in sofern "gut" ausgegangen, als dass die Bloggerin ihren Blog gestern Nachmittag gelöscht hat. Eine Reaktion, die ich sehr begrüßt habe, aber ich habe sie danach noch einmal angeschrieben und mich für ihr schnelles Handeln bedankt. Ich möchte keinen Shitstorm anzetteln und ich möchte ihr persönlich nichts Böses. Mir war einzig und allein wichtig, ihr klar zu machen, wie ich mich dabei fühle. 

Ist jetzt wieder alles gut? Jein. Gestern ist für mich abgehakt, doch heute bleibt dieses ungute Gefühl. Ein Gefühl, wie wenn man in seinen eigenen vier Wänden bestohlen wird. Auch das musste ich schon erleben und darum kann ich sagen, dass ich mich ähnlich fühle. Mein Urvertrauen wurde erschüttert und das ziemlich hart. Es ist mir unbegreiflich, wie man sich fremden Menschen und fremden Eigentum gegenüber so verhalten kann. Ich werde wahrscheinlich noch eine Weile brauchen, bis ich weniger im Netz meine Rezensionstexte googlen werde, damit ich weiß, dass diese auch da stehen, wo sie hingehören, nämlich in meinem Nestchen.

(c) Pedro Antonio Salaverría Calahorra
Darum möchte ich hier noch einmal ganz klar sagen, dass ich es nicht dulde, dass meine Rezensionen oder die auf anderen Blogs einfach wahllos kopiert werden und als etwas ausgegeben werden, was sie nicht sind. Es ist nicht schwer, die Kopierfunktion zu nutzen, aber sehr schwer sich das verlorene Vertrauen zurück zu holen. In jeder einzelnen Rezension steckt ein enormer Zeitaufwand. Das geht beim Lesen des Buches los und hört auf, wenn ihr die fertige Rezension lest. Dazwischen können Stunden, aber auch Tage liegen. Und selbst dann beschäftigen mich die meisten meiner Rezensionen und ihre Bücher noch lange Zeit weiter. Sie sind ein Teil von mir, wie die Bücher Teil meines Bücherregals sind. Es ist unfair, meine Arbeit so mit Füßen zu treten und es ist traurig, dass es auch anderen immer wieder passiert. 

Sagt NEIN zum Rezensionsklau, bleibt aber sachlich und handelt nicht aus der ersten Wut heraus!

Dienstag, 22. September 2015

Alea Aquaris - Der Ruf des Wassers - Tanya Stewner


Wasser...ist nicht dein Freund. Wasser kann dich töten. Wenn du diese Worte aus dem Mund deiner Mutter vernimmst, dann glaubst du ihr. Dann bist du dir sicher, dass kaltes Wasser dir Schmerzen zufügen wird und dann würdest du niemals ein Schiff betreten. Doch was wäre, wenn du keine Wahl hast, wenn du herausfinden willst, wer du wirklich bist...

(c) Sergii Telesh

Alea sitzt am Hafen und ist einsam. Ihre Pflegemutter liegt im Krankenhaus und nun hat Alea Angst, sie müsse in ein Kinderheim. Doch das will sie auf gar keinen Fall. Niemand dort würde verstehen, dass sie unter keinen Umständen mit kaltem Wasser in Berührung kommen darf. Wie soll man das auch jemandem erklären. Also behält sie ihr Geheimnis für sich. Auch als sie sich mit Ben, Sammy und Tess anfreundet. Die drei bilden die Apha Cru und fahren auf einem alten Segelschiff über das Meer. Vollkommen allein, ohne einen Erwachsenen. Das findet Alea spannend und so wirft sie all ihre Angst über Bord und betritt eine neue Welt. Eine Welt, die ihren Tod bedeuten kann, sofern sie jemals ins Wasser fallen sollte...

"Alea Aquaris - Der Ruf des Wassers" ist der erste Teil einer Reihe um ein Mädchen, welches auf der Suche nach ihren Wurzeln, ihrer Herkunft ist. Es ist eine Geschichte voller Mut, Fantasie, Freundschaft und Abenteuer. Tanya Stewner, die bereits ideenreiche Geschichten um Liliane Susewind erfunden hat, legt mit ihrer neuen Figur im Teeniealter einen wunderbaren Charakter nach. Sowohl Mädchen wie auch Jungen werden sich in der Geschichte wiederfinden können. Denn neben der Hauptfigur sind die weiteren Figuren wunderbar gezeichnet und vor allem sehr unterschiedlich. Das äußerst sich nicht nur in Alter und Geschlecht, sondern auch in ihrer Gefühlswelt. Einzig die Liebe zu selbstgespielten Melodien scheint alle zu vereinen. 

Der Schreibstil ist für Kinder ab 10 Jahren leicht lesbar und sehr gut verständlich. Sicherlich ist es in erster Linie mehr für Mädchen gestaltet, aber wenn der ein oder andere Junge eine fantasievolle Geschichte auf dem Meer lesen möchte, ist er hier genau richtig. Die Kapitel sind nicht all zu lang und so auch wunderbar als abendliche Vorlesevariante geeignet. Letztlich ist der Plot wunderbar für die ganze Familie geeignet. Hervorzuheben sind neben der liebevollen Buchgestaltung, der fantasievollen Ausgestaltung des Plots vor allem aber auch, dass Tanya Stewner vorsichtig auf Themen hinweist, die unsere Umwelt betreffen. Dies geschieht dabei nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern wird kindgerecht in die Geschichte eingebunden. 

Verständlicherweise endet das Buch mit einem kleinen Cliffhanger, so dass die Neugier aller auf Band 2 geschürt wird. Wird Alea erfahren, woher sie stammt? Was erlebt die buntgewürfelte Cru auf dem Meer? Um dies herauszufinden, müssen die kleinen und großen Leser bis Anfang 2016 warten, denn dann soll der zweite Band um Alea Aquaris erscheinen. 

Tanya Stewner wurde 1974 in Deutschland geboren und hat bereits im Alter von 10 Jahren begonnen, Geschichten zu schreiben. Im Sommer 2003 wurde ihre Figur Liliane Susewind geboren. Erst nach über 20 Absagen bei der Einreichung des Manuskriptes wurden die Geschichten im Verlag Fischers Schatzinsel verlegt. Von da an wurde Liliane Susewind ein großer Erfolg. Ihre Geschichten wurden mittlerweile in einige Fremdsprachen übersetzt. 

❀ ❀ ❀ ❀ ❀

Alea Aquaris - Der Ruf des Wassers - Tanya Stewner
Gebundene Ausgabe - Kinderreihe ab 10 Jahren - Oetinger Verlag
ISBN 978-3-789-14747-0 - Preis 12,99 €

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.


Sonntag, 20. September 2015

Neues vom Nektarinen-Bäumchen


Wir haben geerntet. Ja, wirklich. Ich kann es selbst noch nicht so recht glauben. 21 kleine Nektarinen hingen am Bäumchen und waren nun zum Pflücken bereit. Die letzten warmen Sonnenstrahlen haben es möglich gemacht. Auch wenn sie farblich wohl mit anderen Nektarinen nicht mithalten können. Mit dem Geschmack auf jeden Fall!


Leider konnten wir sie nicht alle essen. Einige waren aufgeplatzt, was an sich nicht weiter tragisch war. Aber bei 10 Stück waren leider auch schon die kleinen fiesen Tierchen schneller an der Frucht, als wir. Aber macht ja nichts. Die verbleibenden Früchte waren sehr lecker, saftig, süß, hach...hoffentlich gefällt es dem Bäumchen auch weiterhin so gut in unserm Nestgarten. Dann wird er noch ein Stück wachsen und uns reich mit Früchte beschenken. Demnächst werden wir den kleinen Herrn aber erst einmal auf den Herbst und dann auf den Winter vorbereitet. Dann bekommt er ein hübsches Mäntelchen, damit ihm nicht ganz so kalt ist. Auch wenn er angeblich winterhart ist, so mag ich nach der ersten Ernte kein Risiko eingehen. 


Samstag, 19. September 2015

Ein Flugplan, organisiert und chaotisch


...nur noch 25 Tage und die Türen der Frankfurter Buchmesse öffnen sich. An den Wochentagen für Fachbesucher und am Wochenende dann für jeden Bücherwurm und jede Leseratte. In den letzten Tagen waren meine Timelines von Twitter und Facebook bereits mit einigen Nachrichten dazu gut gefüllt und nun möchte ich euch ein wenig von meiner Buchmesse in Frankfurt verraten. 

Das Teeniegefieder und ich werden am Dienstagabend bereits in Frankfurt in unserem ganz lieben familiären Ersatznestchen eintreffen und wahrscheinlich voller Vorfreude die erste Nacht kaum schlafen. Den ersten Tag werden wir mindestens bis zum Mittag auf der Messe verbringen, ganz ohne Termine, jedenfalls ist das noch so. Das Teeniegefieder soll sich erst einmal an die Größe gewöhnen, bis jetzt kennt sie nur die Buchmesse in Leipzig. Am Nachmittag wollten wir etwas machen, was ich noch nie gemacht habe, wenn ich Frankfurt verweilte. Wir wollen ein wenig vom Großstadtflair genießen und hoffen, uns gelingt das. Vielleicht habt ihr einen Tipp, was wir unbedingt sehen sollten!


Am zweiten Tag ist dann schon ein bisschen mehr Arbeit angesagt. Ich habe einen Interviewtermin in der Mittagszeit, auf den ich mich sehr freue. Ich werde dabei ein wenig um die Welt reisen, obwohl ich an einem Verlagsstand in Halle 3.1 sitze. Das Teeniegefieder hat die ehrenvolle Aufgabe, ein paar fotografische Eindrucke von diesem Termin festzuhalten. Ansonsten wollen wir diesen Tag einfach einwenig verbummeln, bevor es am dritten Tag etwas mehr gefüllter ist. Da werden wir nämlich versuchen einen Blick auf die Backqueen Eni van de Meiklokjes zu erhaschen. Ich hoffe sehr, dass sie mir eines ihrer Backbücher signiert, ein Foto wäre natürlich die Krönung, aber ich will ja nicht gierig sein. Nach dem Mittag geht es dann zum Bloggertreffen von Papiergeflüster, auf das ich schon wahnsinnig gespannt bin, denn ich denke, es wird "voller" als auf der Leipziger Buchmesse. Dank Sponsoren werden wir dort sogar ein klein wenig versorgt sein. Danach würden wir kurz einen Blick auf Thomas Gottschalk werfen. Ob er auch auf der Buchmesse seinen Kleidungsstil beibehält? Und danach sitzen wir im Publikum bei der Verleihung des Virenschleuderpreises. Hoffentlich kommen zwei der lieben Blogger auf die Shortlist und können sich dort etwas feiern lassen. Was meint ihr Arndt und Mara


Wer die zwei unterstützen möchte, der folge bitte nachfolgend dem jeweiligen (am besten beiden) Link und drücke auf Gefällt mir!!!



Am vierten Tag wird es wohl voll sein. Der Messesamstag ist immer besonders gut besucht. Für diesen Tag herrscht im Nestchen noch das pure Planungschaos. Fakt ist aber schon, das Teeniegefieder will unbedingt Daniela Katzenberger in Augenschein nehmen und ich möchte unbedingt beim Lovelybooks-Treffen dabei sein. Alles andere, wird sich bis dahin finden. Am fünften und letzten Tag werden wir höchstens 3 Stunden auf der Messe sein. Das ein oder andere will schließlich noch gekauft werden. Danach heißt es - Tschüss Frankfurt - wir fahren nach Hause.

Nun meine Fragen an euch: Wer wird denn ebenfalls auf der Messe sein? Wenn jemand noch ein kleines Treffen mit mir wünscht, dann bitte gern per Mail buchgefieder@gmail.com melden! Dann schlürfen wir einen Kaffee/Tee/Kakao/Cola zusammen! Wer schafft es leider in diesem Jahr nicht? Hättet ihr Interesse an einem ganz persönlichen Überraschungspaket, von meiner Buchmesse in Frankfurt? Sollte ich den Inhalt vor Versand zeigen oder lieber geheim lassen?


Achtung noch ein wichtiger Hinweis zum Schluss! Die liebe Bianca hat die Aktion "Bloggerbande" für die Buchmesse ins Leben gerufen. Ich finde die Idee, dass man als Blogger ein türkisfarbenes Bändchen trägt, sehr interessant, vor allem, weil wohl besonders jüngeren und schüchternen Bloggern die Möglichkeit gegeben ist, dass sie von anderen Bloggern als solche erkannt werden und angesprochen werden können. Ich werde also auch so ein Bändchen tragen!

Selbstverständlich werde ich mich wieder ausreichend per Instagram, Facebook und Twitter melden. Wer mir dort noch nicht folgt, sollte dies also schleunigst tun! Sollte ausreichend Zeit sein, werde ich versuchen wieder drei oder vier Bilder des Messetages auf dem Blog zu posten, oder mehr, mal sehen. Und nun....see you at the book-fair!!!


Donnerstag, 17. September 2015

Buchzerstörung, die zweite!


Sie macht weiter, ich hab es gewusst. Leider konnte ich das Buch nicht ausreichend verstecken und schon hat das Teeniegefieder es erneut in den Händen. Nimm doch bitte nicht immer alles so wörtlich. Mach dieses Buch fertig! Ja, aber wenn ich sage: "Räum dein Zimmer auf!", da wird natürlich...ach lassen wir das. Hilft nix, Kamera raus und draufhalten, damit ihr wenigstens mitleiden dürft. Ihr leidet doch mit, oder? Sitzt da etwa jemand grinsend vor dem Bildschirm? Ich fasse es nicht...

Erste Aufgabe des Tages: "Zeichne dicke und dünne Linien" Na gut, da mach sogar ich mit. Auch wenn ich nie in meine Bücher kritzel, schreibe oder male. Aber das Ergebnis hat was, ist einzigartig. Abstrakte Kunst oder so. Schöne grelle Farben und das Buch wird bunt und freut sich.


Was willst du denn mit dem Messer? Ach, die zweite Aufgabe erledigen. Klar, aber doch nicht damit, oder??? Ich schlucke..."Ritze und kratze. Benutze dafür einen möglichst scharfen Gegenstand." Bevor ich mein Aber einwerfen kann, ist es schon passiert. Ritsch, ratsch, hin und her. Doch dann, ein kleiner Hoffnungsschimmer. Das Teeniegefieder ritzt ein kleines Herzchen in die Seite...hach, wie schön.


Zeit zum Schwelgen bleibt aber nicht, denn schon rennt sie mit dem Buch Richtung Küche. Was machst du jetzt? Sie braucht ein Feuerzeug. Sie braucht was??? Ich ahne schlimmes..."Setze diese Seite in Brand." Nicht dein Ernst. Jetzt fackeln wir hier noch eine Buchseite ab oder was? Sie nickt. Ach Mensch...und da nur ich die Erwachsene im Haus bin, bekomme ich das Feuerzeug. Das ist Nötigung, Hilfe!!! 


Und dann brennt etwas...


Wie soll ich das nur entschuldigen? Es gibt keine...die Pferde gingen mit mir durch. Ich stand unter dem Einfluss eines pubertierenden Teeniegefieders. Ach mensch...Ja ICH war es. 

Ich bin gespannt, wie die nächsten Aufgaben von Statten gehen werden. Ich hab schon mal gelinst, da sind echte "Horror"-aufgaben dabei. HÜLFE!!!


Dienstag, 15. September 2015

"Wie oft hört man "Man kann ja nicht allen Menschen auf der Welt helfen!" Na und? Helfen wir einem, und wenn wir dem geholfen haben, dann helfen wir dem nächsten..."



Aphorismus von Wolfgang J. Reus

Wir können nicht die Welt retten! Aber wenn niemand den ersten Schritt wagt, wenn niemand etwas sagt, dann ändert sich nichts. Es bleibt, wie es ist oder wird im schlimmsten Fall noch viel hässlicher. Jeder kleine Schritt in die richtige Richtung macht es aus. Jede kleine liebgemeinte Geste macht die Veränderung. Helfen wir jeder nur einer Person, dann haben wir irgendwann allen geholfen, auch uns selbst.

Warum in Größen denken, die man sich kaum vorstellen kann, wenn es doch viel einfacher ist, mit der Hilfe an einem Punkt zu beginnen. Vielleicht stecken wir andere damit an! Vielleicht verteilt sich diese Hilfsbereitschaft dann von allein! Wir finden es nur heraus, wenn wir mutig sind und einfach anfangen zu helfen. Sicher können wir nicht alle retten, aber wir können versuchen, so vielen Menschen wie uns möglich zu helfen.

Warum reden, wenn handeln so viel effizienter ist. Sicherlich muss dazu der ein oder andere eine Grenze überschreiten, eine Grenze aus seiner Wohlfühlzone hinaus in die Welt, die manchmal gierig, hässlich und gemein ist. Eine Welt in der es einfacher ist, Verallgemeinerungen zu treffen, sich Leuten anzuschließen, die die offensichtliche Mehrheit der Meinung haben. Aber tun sie das wirklich? Warum reden denn so viele von den Obdachlosen, denen zu erst geholfen werden sollte, bevor wir etwas für die flüchtenden Menschen tun? Warum handeln diese Menschen dann nicht und helfen den Obdachlosen? Alles nur hohle Worte, mehr nicht. Stimmungsmache. Würde nur einer wirklich helfen wollen, dann hätte er es bereits mehrmals tun können. 

123rf.com
Es ist letztendlich egal, ob wir den flüchtenden Menschen oder "unseren" Obdachlosen helfen. Wichtig ist, dass wir es tun und zwar ohne große Reden zu schwingen. Dass das passiert, lese ich glücklicherweise häufiger, als das pure Wichtigtun und Besserwissen. Das macht mich stolz. Wichtig ist aber auch, dass sich die Politik nun aus ihrer Wohlfühlzone heraus bewegt und endlich klare Linien zieht. Der Winter kommt und zwar in nicht allzu weiter Ferne. Die Menschen brauchen nicht nur Sachspenden und ausreichend Essen, Verständnis, Freundschaft und die Möglichkeit sich zu integrieren. Sie brauchen ein vernünftiges Dach über dem Kopf, einen warmen Platz und das meine ich nicht nur anhand von vier Wänden...im Herzen sollte endlich die Wärme siegen...

Deshalb unterstütze ich die Aktion Blogger für Flüchtlinge. Es ist der einfachste Weg zu helfen, wenn die Wohlfühlzone unüberwindbar scheint. Es ist der erste Schritt in die richtige Richtung. Bitte sorgt dafür, dass die Menschen, die unsere Hilfe brauchen, nicht am Rande stehen. Bitte teilt die Aktion und bitte helft nach euren Möglichkeiten. Fangen wir klein an und verändern vielleicht ein Stück der Welt und später...irgendwann...das große Ganze!



Montag, 14. September 2015

Buchzerstörung, die erste!


Was??? Sie will Bücher zerstören??? Ist die irre??? Nicht mehr alle Bücher im Regal???

So oder so ähnlich habt ihr doch gerade gedacht, oder? Aber keine Angst, ICH zerstöre hier gar nichts und erst recht keine Bücher. Ich schreibe lediglich darüber, wie das liebe Teeniegefieder es tut. 


Kennt ihr dieses Buch? In ihm finden sich 108 Aufgaben bzw. Möglichkeiten dieses Buch fertig zu machen. Lange stand es einfach ganz unbeschadet im Bücherregal, bis ich selbiges umräumte und dieses arme, schutzlose und naive Büchlein in die Hände des pubertierenden und fiesen Teeniegefieders fiel. Ab nun gibt es keine Ausreden mehr. Sie macht das Buch fertig, alle, kaputt, sie beschmiert es, schmeißt es herum, reißt Seiten raus, nimmt es an die Leine, zerschneidet es usw. Ich sehe zu, verwirrt...schockiert...fassungslos und dokumentiere dies nun täglich mit der Kamera. Ich sammle sozusagen Beweise, falls sie sagen will, sie war es nicht. Oh doch, du warst es!!! Jeden Tag will sie drei Aufgaben erledigen. Gestern hat sie angefangen und zwar damit:


"Brich den Buchrücken!" Ich schreie noch, dass sie das nicht ernsthaft in Erwägung ziehen kann und schwupps ist es passiert. Mehrmals, immer wieder, aber wenigstens nur der Länge nach. Sie hätte das Buch ja auch halbieren können. Puh, das hat sie dann doch nicht gemacht. Aber ich höre das Buch trotzdem um Hilfe schreien!!!


Nun ist der Buchrücken hin...sieht ein bisschen aus, wie zu viele tiefe Leserillen, ein echt viel gelesenes Buch...wenn es denn so wäre. Keine Verschnaufpause, schon geht das Teeniegefieder zur nächsten Aufgabe über:

"Bohre mit einem spitzen Bleistift Löcher in diese Seite!" Nein, ist klar, du wirst doch nicht....Zack schon steckt der Bleistift wieder und wieder in der Seite. Aua...ob dieses Buch wirklich ernsthaft darauf vorbereitet war? Ich kann gar nicht hinsehen...


Wie gut, dass das Teeniegefieder dann noch zu zwei eher harmlosen Aufgaben übergeht. Seitennummern selbst eintragen und die erste Seite soll sie mit ihren Namen versehen, mal fett, mal unleserlich, mal klitzeklein und mal riesengroß. Gut, nun weiß wenigstens jeder, wer hier am Werk ist.

Ich glaube, das Teeniegefieder macht sich gerade wieder warm und wird wohl erst aufhören, wenn das Buch so richtig leidet. Ich berichte euch morgen, was sie dem armen Buch heute angetan hat.

Soll ich euch ab und zu den Gesamtzustand des Buches zeigen oder damit bis zum bitteren Ende warten? Euch dann sozusagen das Grauen schockierend und plötzlich vor die Nase halten. Schreibt mir doch gern einen Kommentar dazu!


Nebel vor dem Nestchen...



...gab es an einigen Morgen in der vergangenen Woche. Langsam verabschiedet sich der Sommer und der Herbst schwebt mit ersten Schleiern herein. Schon komisch, wie schnell so ein Jahr vergeht. Sicher, es hat noch etwas mehr als drei Monate, aber letztlich sind ja auch schon 8 Monate vorbei. 


Nun könnte man traurig sein, wenn man ein echter Sommertyp ist. Man könnte sich aber auch auf den goldenen Herbst freuen, denn auch da gibt es Tage, die noch angenehm warm sind und mit viel Sonne einher gehen. Ich gebe zu, ich freue mich auf den Herbst. Auf leckeren Tee und kuschelige Leseabende im Nestchen. Auf die bunten Farben der Blätter, auf das Wegräumen allerdings weniger.Besonders freue ich mich natürlich auch auf die Frankfurter Buchmesse. Doch bevor es auch kalendarischer Herbst wird, haben wir noch ein paar Tage und die sollen zu mindestens für die Nestchen-Umgebung sehr angenehm, beinah schon wieder zu warm, werden. Also freut euch an den letzten Tagen des Sommers und danach auf einen kunterbunten Herbst.


Montag, 7. September 2015

"Human ist der Mensch, für den der Anblick fremden Unglücks unerträglich ist und der sich sozusagen gezwungen sieht, dem Unglücklichen zu helfen."





Aphorismus von Voltaire

Immer wieder gehen in den letzten Tagen und Wochen Bilder um die Welt. Bilder aus einem Land, in dem Krieg herrscht. Bedrückende Bilder von zerstörten Häusern, Menschen unter Trümmern begraben. Kinder, die schreiend versuchen, ihre Familie zu finden, bei ihnen zu bleiben. Menschen, die in einem Krieg kämpfen, bei dem es nur Verlierer geben kann. Aber wir sehen auch Bilder aus Ländern, die zur Durchreise von einer Vielzahl an flüchtenden Menschen geworden sind. Diese Bilder kann man nicht als human bezeichnen.

Dann gibt es Bilder von Menschenketten, die notdürftig und schnell eingerichtete Versorgungspunkte an Bahnhöfen in einem Land errichten, in dem der Krieg nicht zu hause ist. In einem Land in dem niemand hungern muss. Es erscheinen Bilder von Menschen, von Strapazen gezeichnet, in den Händen Tüten oder kleine Säcke, ihr ganzes Hab und Gut. Ein Lächeln. Eine Umarmung. Ein Willkommen. Das macht Humanität aus. Das sind Bilder, die wir uns wünschen sollten.

Empathie ist die Fähigkeit und vor allem die Bereitschaft, in einer anderen Person Gefühle und Gedanken zu erkennen und diese zu verstehen. Dies setzt aber vorraus, dass man seine eigenen Gefühle versteht. Wollt ihr wirklich andere Menschen leiden sehen? Wollt ihr wirklich, dass es ihnen schlecht geht, nur weil ihr euch mit der Situation derzeit in unserem Land nicht gut fühlt? Ist es eure Intention fremdes Unglück zu ertragen, ohne dabei nur mit der Wimper zu zucken, womöglich euch sogar am Leid anderer zu ergötzen?

Mich macht dies fassungslos, traurig, wütend, aber nicht sprachlos. Die Worte sind mein Werkzeug, um euch zu zeigen, dass ihr fern von Humanität seid, wenn ihr denkt, dass nur ihr das Recht habt, in diesem Land zu leben. 

Ich bin sehr stolz auf Menschen, die sich euch entgegen stellen. Ich bin stolz auf Menschen, die helfen wollen. Ich bin froh, dass es Menschen gibt, die das Wort Humanität verstehen, die sich nicht nur für Menschlichkeit einsetzen, sondern diese auch leben. Einige dieser Menschen findet ihr bei der Aktion Blogger für Flüchtlinge. Auch wenn es euch nerven sollte, ich höre erst auf, von dieser Aktion zu schreiben, bis der letzte mir bekannte Mensch sich Gedanken gemacht hat. Bis ihr erkannt habt, dass es ein leichtes ist zu helfen. Viele haben dies getan. Die Zahl der Helfer wächst nach wie vor, die Zahl der Spenden ebenfalls. Eine Aktion, die so klein gestartet ist, bewirkt plötzlich große Dinge. Seht selbst und werdet ein Teil davon.

Lasst nicht zu, dass euch die Bilder nicht bewegen, ertragt nicht länger, dass es Menschen gibt, die Hilfe brauchen und seid human, mehr braucht es nicht!

Ich habe in diesem Beitrag ganz bewusst auf ein Bild verzichtet. Meine Leser wissen, wie Kopfkino funktioniert und sie wissen auch, welche schrecklichen Bilder dort zu finden sind und wie diese mit Humanität zu besseren Bildern werden.

Sonntag, 6. September 2015

English for Teeniegefieder...


...oder so. Sechs Tage war mein Teeniegefieder außerhalb des Nestchens, ja sogar außerhalb des Landes. Frei nach dem Motto, eine Reise, die ist lustig, quälte sie sich zusammen mit einem Bus voll Schüler in Richtung britische Inseln, um in der englischen Hauptstadt eine Woche bei Gasteltern zu verbringen. Im Gepäck hatte sie nach ihrer Heimkehr nicht nur eigenartig eklige Jelly Beans sondern auch eine Menge Handyfotos. Die Kamera hat sie vorsorglich zu hause im Nestchen gelassen. Aber das Handy hat, wie ihr nachfolgend sehen könnt, doch recht guten Ersatz geleistet.


Dieses Bild hat sie aus dem Fenster des Reisebusses fotografiert und mit einem Schwarz/weiß-Filter hinterlegt. Das Foto ist vielleicht nicht ganz scharf, aber ansonsten finde ich es doch sehr gelungen. Man beachte die Wolken am Himmel. London hat sich von seiner charmant verregneten Seite gezeigt.


Das zweite Bild entstand vor dem Buckingham Palace und zeigt die wundervolle Verzierung des Tores. Die Queen war leider nicht in London in der letzten Woche, es hieß, sie habe in Schottland zu tun. 


Das dritte Bild hat das Teeniegefieder auf dem Gelände der Oxford University in einem College geschossen. Leider weiß sie nicht mehr ganz genau, welchen Speisesaal von welchem College dieses Bild nun zeigt.


Das vierte und letzte Bild, was wir euch zeigen möchten, ist sicher jedem ein Begriff. Die London Tower Bridge ist wohl das mit am häufigsten fotografierte Bauwerk meines Teeniegefieders. Keine Ahnung, wie viele Fotos es genau sind, aber es zeigt die Brücke aus allerhand verschiedenen Richtungen, mit allerhand verschiedenen Selfieposen davor, die ich euch hiermit erspare. ;)

Ich hoffe sehr, dass euch die Fotos der Teeniegefieder Woche gefallen haben. Auch wenn sie nicht in oder am Nestchen entstanden sind. London ist auf jeden Fall eine Reise wert, ob nun mit den Eltern oder eben lieber ohne. ;)


Mittwoch, 2. September 2015

Flugspuren im August


Ja sagt mal, jetzt sind von diesem Jahr bereits 8 Monate vorbei. Wo ist denn bitte die Zeit schon wieder hin? Läuft sie vor mir davon? Wenn jemand einen Tipp hat, wie ich sie einholen könnte, wäre ich sehr dankbar. Schreibt es einfach unten in einen Kommentar! ;) Ihr dürft aber auch gern nachfolgend schauen, was ich so alles gelesen habe auf anderen Blogs. Vielleicht findet ihr die Beiträge genauso spannend wie ich.


 
------------------------------------------------------------

Inoffizielles Bloggertreffen

Ihr seid Blogger? Ihr seid am Messefreitag auf der Frankfurter Buchmesse? Ihr wollt gern die Gesichter hinter einigen Blogs kennenlernen? Dann hat die liebe Simone genau das Richtige für euch. Zum zweiten Mal veranstaltet sie ein inoffizielles Bloggertreffen auf einer Buchmesse. Das erste fand in diesem Jahr in Leipzig statt und es war eine lustig bunte Gesprächsrunde, bei der meine Zeit mit Simone leider so gar nicht stattgefunden hat. ;) Aber das lässt sich in Frankfurt ja nachholen. Ich bin auf jeden Fall dabei, sofern meine noch nicht feststehenden Termine auf der Messe selbst es zulassen.


------------------------------------------------------------

"Buchschlusspanik..."

"... oder wie ein Papierhaus mein Lesen rettete.", hieß ein Posttitel auf dem Blog von Arndt. Worum es dabei ging? Nun ja, um ein Buch oder besser um zwei Bücher. Eines hatte Arndt fast zuende gelesen, als er feststellte, das seine Atmung unregelmäßig ging. Was sollte er als nächstes lesen? Warum hatte niemand in der SBahn ein Buch dabei, welches er stibitzen könnte? Und dann gab es doch noch Rettung und die Erkenntnis, dass ein gutes Buch nicht besonders viele Seiten braucht um zu faszinieren.

------------------------------------------------------------

Wunschliste oder Stapel ungelesener Bücher?

Dieser Frage stellten sich schon so einige Literaturblogger. Der liebe Henrik hat da auch mal seine Gedanken zusammen gefasst und ist sich selbst unsicher, welche Methode wohl die beste wäre. Ich kann ihm da leider auch nicht helfen, aber vielleicht hat der ein oder andere ein Lösung parat, ob man nun eher die Wunschliste beachten sollte und Bücher liest, die man auch wirklich lesen will oder doch auf den zumeist großen SUB zurückgreifen sollte. Vielleicht hilft auch eine Aussortieraktion gegen so ein Luxusproblemchen?



------------------------------------------------------------

Hoch oben...

...ist die liebe Janine in einem Heißluftballon mitgefahren. Ich würde mich das ja so gar nicht trauen, denn ich bin da von meiner Höhenangst geplagt. Aber ich finde es trotzdem wunderbar, sicher ein tolles Erlebnis, auch wenn Janines Freude etwas getrübt war, von einem Fahrgast, der sich leider nicht benehmen konnte oder wollte. Wenn ihr Lust auf ein paar schöne Bilder von ihrem Flugerlebnis habt, dann schaut doch mal bei ihr vorbei und hebt mit ab! 


------------------------------------------------------------

Junggesellinnenabschied 

...feierte die liebe Bianca und lässt uns auf ihrem Blog daran teilhaben. Sehr amüsant für einen Außenstehenden, eine Reise schon vor der Ehe. Der Weg ist das Ziel. Das bei einer eingefleischten Leseratte oder Lesewürmchen die Literatur nicht zu kurz kommen darf, versteht sich auch zu solchen Anlässen wie von selbst. Neugierig? Ganz sicher, also ab zum Junggesellinnenabschied, den die liebe Bianca gut überstanden hat, denn mittlerweile ist sie glücklich verheiratet. 

 ------------------------------------------------------------

Blogger, die man einfach lieb haben muss...

...so titelte die liebe Sonja einen ihrer Posts im August. Ich war total gerührt. Ihr Beitrag ist eine Art Dankeschön an all die Blogger, die ihre Blogarbeit begleiten, die schon lange an ihrer Seite sind, die mehr sind als nur Bloggerkollegen. Ein bunter Haufen, bei dem sich der ein oder andere wiederfindet oder wenigstens eines der Gesichter kennt. Ein wundervoller Einfall von der lieben Sonja und vielen lieben Dank, dass ich einer deiner liebsten Bloggermenschen sein darf! 


------------------------------------------------------------

Nun möchte ich euch gern noch drei Dinge vorstellen, die sich rund um das derzeit wohl aktuellste und vor allem wichtigste Thema drehen. 

Fashion für Flüchtlinge

Mit dieser Aktion hat der Dresdner Fashionblogger Mister Matthew etwas wunderbares angetreten. Er rief auf Facebook und auf seinem Blog dazu auf, doch mal den eigenen Kleiderschrank nach noch gut erhaltener, aber wenig getragener Mode zu durchforsten. Und seine Leser traten in Aktion. Der liebenswerte Blogger hat es mit seinem Engagement bis in die Zeitung gebracht und mir bleibt bei soviel Einsatz nur noch zu hoffen, dass viele Menschen es ihm gleich tun und endlich handeln.


------------------------------------------------------------

Blogger für Flüchtlinge

Diese Aktion findet ihr seit einigen Tagen auf meinem Blog. Ich bin ein klitzekleiner Teil davon und ich bin es gern. Es schließen sich von Tag zu Tag mehr und mehr Blogger an, aber auch Nichtblogger leisten ihren Beitrag, der im Übrigen mehr als enorm ist. Es ist großartig, in welch kurzer Zeit eine so große Hilfsbereitschaft entstanden ist. Ihr habt davon noch nichts gehört? Dann wird es Zeit, dass ihr euch auf der offiziellen Seite einlest.


------------------------------------------------------------

Jeder Einzelne ein kleines bißchen...

Carline Mohr, Journalistin und Bloggerin hat mit ihrem 78jährigen Vater eine Art Interview zum Thema Flüchtlinge in Deutschland auf Youtube gestellt. Dort erfahren wir, dass auch die "alte" Generation der Verantwortung, die wir gegenüber den Flüchtlingen haben, gerecht werden will. In einem sehr persönlichem Gespräch stellt Thomas klar, warum es wichtig ist, dass wir nicht wegschauen und warum wir etwas tun sollten.




Dienstag, 1. September 2015

"Solange uns die Menschlichkeit miteinander verbindet, ist es völlig egal, was uns trennt."





Aphorismus von Ernst Ferstl

Was trennt uns von Menschen, die ihre Heimat fluchtartig verlassen mussten, weil sie sonst dem Tod ins Auge blicken würden? 

Wir wurden in Europa geboren, einem Kontinent auf dem Frieden herrscht. Ein Kontinent, auf dem ich meine Meinung sagen darf, ohne mit der Bedrohung für mein eigenes Leben oder das meiner Familie rechnen zu müssen. Wir leben in Deutschland. Einem Land, dass ein System hat, bei dem niemand verhungern muss. Einem Land, in dem meine Kinder zur Schule gehen dürfen, ja sogar müssen. Einem Land, in dem ich mich auch abends auf die Straße trauen und meine Zeit mit Familie und Freunden verbringen kann. Einem Land, dass seine Mauer abgetragen hat, aber manchmal leider nicht seine Denkweise. 

Was verbindet uns mit den Menschen, die ihre Heimat fluchtartig verlassen mussten?

Wir sind Menschen. Wir atmen, wir lachen, wir weinen, wir verstehen, wir verurteilen, wir respektieren, wir tolerieren, wir schlafen, wir wollen Frieden! Wir wollen unsere Kinder gesund aufwachsen sehen. Wir wollen arbeiten gehen! Wir wollen die Vögel zwitschern hören!

Warum fällt es einigen nur so schwer, nicht nur Mensch zu sein, sondern auch menschlich? Es ist nicht wichtig, dass mein Gegenüber die gleiche Hautfarbe hat, es ist auch nicht wichtig, dass er meine Sprache spricht, es ist erst recht nicht wichtig, dass ihm mein Essen schmeckt. Aber es ist wichtig, dass ich menschlich bin und das er es mir gleichtut. Dann verbindet uns etwas und das ist viel stärker, als es Hass je sein kann. Es ist leicht jemanden an zu lächeln, ihm die Hand zu reichen und in willkommen in deiner Welt, willkommen in deinem Land zu heißen. Es ist nicht leicht ein Mensch zu sein, aber mit etwas Mut und Vertrauen ist es ein leichtes menschlich zu sein.

Ich bin ein Teil der Aktion Blogger für Flüchtlinge und ich habe mich entschieden, neben einer Geldspende, mein Motto der Woche zu nutzen, um euch meine Gedanken zu diesem Thema kund zu tun. Ich möchte niemanden belehren, aber ich möchte euch zum Nachdenken anregen und vielleicht so den einen oder anderen zum Handeln bewegen. Ihr könnt euch gern bei der Aktion beteiligen. Wir haben gemeinsam schon sehr viel umgesetzt und vor allem die Geldspenden sind ungebrochen, was ihr hier sehen und vor allen auch aktiv beeinflussen könnt. Bis zum heutigen Tag (01.09. um 14:15 Uhr) haben sich bereits 865 Spender gefunden. Bist du auch dabei?

Lasst uns gemeinsam in der Menschlichkeit verbunden sein!