Mittwoch, 31. Dezember 2014

"An der Schwelle des neuen Jahres lacht die Hoffnung und flüstert, es werde uns mehr Glück bringen."


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Aphorismus von Alfred Lord Tennyson

Nun ist er da, der letzte Tag in diesem Jahr und ein neuer Tag in einem neuen Jahr wartet bereits auf uns. Wie wird es wohl sein, das neue Jahr? Wird es wie das vergangene sein? Wird es uns glücklicher machen? Diese Fragen kann uns niemand beantworten. Niemand außer uns selbst. Wir bestimmen, wie das nächste Jahr verlaufen wird. Sicherlich gibt es immer wieder unerwartete Kreuzungen auf unserem Weg, doch letztendlich wählen wir mit unserer Entscheidung einen Weg, der uns am hoffnungsvollsten erscheint. Ist es dann so schlimm, wenn dieser Weg wo anders endet oder noch einmal an eine Kreuzung kommt? So lange wir hoffen, wird das Glück uns sicher nicht verlassen, vielleicht wird es weniger groß in Erscheinung treten, oder aber es wird uns sogar überraschen. Gehen wir also voller Hoffnung in ein neues Jahr. Lassen wir es uns ins Ohr flüstern, dass das Glück uns auch im nächsten Jahr wenigstens ab und zu nicht verlassen wird. Bleiben wir einfach wir selbst, dann können wir alles erreichen und brauchen noch nicht einmal die vielleicht absurdesten Vorsätze aufstellen. Habt ihr diese denn letztes Jahr alle umgesetzt? Ich habe auch für das nächste Jahr keine Vorsätze, außer dass ich mir treu bleiben will, mich nicht verstellen möchte, mich nicht verbiegen lasse und Dinge selbst entscheide, auch wenn das Resultat nicht allen gefallen könnte. Ich möchte weiterhin mit mir zufrieden sein, denn dann kann man mich auch ernst nehmen. 

Ich wünsche euch, dass ihr euch im neuen Jahr findet, wenn ihr noch auf der Suche danach seid. Allen anderen wünsche ich, dass ihr so bleibt, wie ihr seid, denn genauso seid ihr richtig und genauso solltet ihr auch die künftigen Neujahrstage beginnen!

Dienstag, 16. Dezember 2014

"In der Geborgenheit der Familie Weihnachten zu feiern, ist in der heutigen Zeit das wohl schönste aller Geschenke."

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Motto der Woche


Aphorismus von Roswitha Bloch

Nicht mehr all zu lang und es ist Heilig Abend. Wie werdet ihr diesen Nachmittag und anschließenden Abend verbringen? Im Nestchen wird es dieses Jahr zum ersten Mal seit langem wieder sehr ruhig und familiär zugehen. Nur das Männchen, das Weibchen und die Vogelkinder. Wir hetzen am 25. und 26. genug durch die Winterlandschaft, dass es am Heiligen Abend besinnlich und mit dem schönsten aller Geschenke zugehen soll. Wir werden die Zeit miteinander genießen, uns gemeinsam nachmittags in eine Kuscheldecke hüllen, heiße Schokolade schlürfen, vielleicht noch "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" schauen und ansonsten nur mit uns beschäftigt sein. Für die Vogelkinder wird es ein besonderes Geschenk geben und wir Vogeleltern werden einfach die Zeit als Geschenk annehmen. Denn es ist so wichtig, dass wir uns als Familie stärken, kuscheln, lachen, singen oder tanzen, ganz egal, Hauptsache gemeinsame Zeit. Mehr brauchen wir nicht. Weihnachten könnte manches mal viel entspannter sein, wenn man sich nicht vorher schon wegen der Geschenke verrückt machen würde. Sicher verschenke ich auch gern, aber in den letzten Jahren doch eher mit sehr viel Bedacht und manch einer bekommt statt jeder Menge materiellen Dingen einfach mal ein paar selbstgebackene Plätzchen, ein paar liebe Zeilen oder einfach etwas Zeit mit uns. Das sollte viel höher bewertet werden, als der eigentliche Geldwert der Sache. Denn der ist bei wundervollen gemeinsamen Momenten einfach unbezahlbar.

Ich wünsche euch eine schöne vorweihnachtliche Woche und am Sonntag einen schönen vierten Advent!!!

Mittwoch, 10. Dezember 2014

"Wenn uns bewußt wird, daß die Zeit, die wir uns für einen anderen Menschen nehmen, das Kostbarste ist, was wir schenken können, haben wir den Sinn der Weihnacht verstanden."

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Motto der Woche

Aphorismus von Roswitha Bloch

Es wird Zeit mal wieder aus der Nestküche heraus zu komme und an einem Motto zu schreiben. Welches Thema könnte jetzt wohl besser passen, als Weihnachten. Worin besteht für euch der Sinn von Weihnachten? Ich bin nicht kirchlich und trotzdem besteht Weihnachten für mich nicht nur aus Geschenken. Es ist wohl eher das Zusammensein mit lieben Mitmenschen, das Gefühl der Zufriedenheit, auch ganz ohne große Geschenke. Ich finde es schön, wie sich jeder darauf besinnen kann, dass es wichtigere Dinge gibt, als durch die Läden zu hetzen, um das ultimative Geschenk zu finden. Ich finde es aber auch ein wenig befremdlich, dass sich bei einigen Gefühle wie Mitgefühl und Fürsorge nur an Weihnachten einzustellen scheinen. Weihnachten könnte vom Gefühl her doch jeden Tag sein und das 365 Tage im Jahr. Wenn wir uns jeden Tag darauf besinnen würden, wie wichtig uns die Zeit sein sollte, die wir uns gegenseitig schenken können, wäre die Welt dann nicht vielleicht einwenig besser? Sicherlich und doch wird dies wohl eher Weihnachtstraum bleiben. Trotzdem versuche ich auch weiterhin, mir den Sinn von Weihnachten im ganzen nächsten Jahr zu behalten. Denn noch viel wichtiger als materieller Wert, ist für mich einzig und allein der Wert der Freundschaft, der Liebe und des Mitgefühls.

Ich wünsche euch noch weiterhin wundervolle weihnachtliche Momente!!!



Mittwoch, 3. Dezember 2014

"Backen und Schreiben sind dasselbe – mal abgesehen vom Geschmack."

Motto der Woche

Aphorismus von Walter "Billy" Fürst

Naja, so ganz stimmt das wohl nicht, aber es gibt doch sehr viele Parallelen. Zum ersten schreibe ich nicht nur gern, nein ich backe auch gern. Genau aus diesem Grund habe ich versucht, ein Motto zu finden, welches beide Leidenschaften vereint und voilà, da ist es schon. Geschmack ist wohl bei beiden ein eher kritischer Punkt. Sicher sollten die Bücher oder Gerichte schmecken, aber darüber lässt sich bekanntlich ja nicht streiten. Über Geschmack meine ich. Und doch denke ich, wenn ich als Hobbybäcker mit meinem Teig schon äußerst zufrieden bin. Kann dann das gebackene Resultat geschmacklich vollkommen daneben gehen? Vielleicht selten, aber es kann passieren. Und wenn sich nun ein Schriftsteller hinsetzt und einen Plot bastelt, der ihm vorzüglich gefällt. Muss es dann auch der Allgemeinheit bzw. vorher erst einmal dem Verlag schmecken? Sicherlich auch nicht immer, aber förderlich wäre es wohl schon. Beim Schreiben tanzen wir durch unsere erdachten Welten und beim Backen versuchen wir diese eventuell sichtbar zu machen. Eine Torte, ein paar hübsche Kekse können so viel aussagen. Besonders wenn in ihnen viel Herzblut steckt. Genau wie bei einem Roman. Und dann wäre da noch die Optik. Sieht unser Back- oder Schreibwerk schön aus, dann zieht es wohl mehr Augen und Geschmacksnerven an, als ein nichtssagendes Cover oder eine einfache Torte. Was sagt mir dieser Aphorismus nun? Im Grunde zeigt es nur, dass Geschmäcker eben verschieden sind. Was dem einen "schmeckt", findet der andere vielleicht einfach nur grauenhaft. Und wisst ihr was? DAS ist gut so. Sonst würden wir alle dasselbe lesen, schreiben und backen.

In meiner Nestküche Kleckerbissen gibt es gerade die 1. offizielle Plätzchenwoche. Wer Lust hat, darf gern vorbeischauen und sich Inspiration holen.

Ich wünsche euch eine geschmackvolle Woche, was auch immer das für jeden Einzelnen von euch bedeutet!!!


Mittwoch, 26. November 2014

"Man sieht die Blumen welken und die Blätter fallen, aber man sieht auch Früchte reifen und neue Knospen keimen. Das Leben gehört den Lebendigen an, und wer lebt, muß auf Wechsel gefaßt sein."

(c) Karin Hillig
Motto der Woche

Aphorismus von Johann Wolfgang von Goethe

Der Herbst schreitet voran und langsam wird der November am Ende doch noch zu einem kalten Monat. Die meisten Blätter sind bereits zu Boden gefallen und die Bäume stehen nur mit Ästen und Zweigen bekleidet. Das ist nichts Neues und doch erfreuen wir uns Jahr für Jahr an dem wunderschönen Farbspiel an den Bäumen und zu unseren Füßen. Denn dort landet jedes einzelne Blatt. Allein oder zu einem Häufchen aufgetürmt hat es sein Leben gelebt und wird der Erde wieder zugeführt. Dieser Wechsel wird jedes Jahr vollzogen und kaum jemand hat Angst davor, noch nicht einmal der Baum. Er kennt es nicht anders. Warum also haben Menschen oft gewisse Ängste, wenn ihnen eine Veränderung ins Haus steht? Vielleicht weil wir wissen, dass es auch schief gehen kann, das wir uns mit diesem Wechsel unglücklicher machen könnten. Weil wir wissen, dass nach einem Abschied nicht zwangsläufig keiner mehr folgen wird. Im Gegenteil, manchmal haben wir sogar das Gefühl, dass es noch schlimmer wird, wenn nur ein Steinchen in die falsche Richtung rollt. Doch genau diese Ängste müssen wir überwinden, damit in unserem Leben auch wieder Neues beginnen kann. Es ist nicht leicht, mit Enttäuschungen umzugehen und trotzdem werden sie immer wieder passieren. Das Lebendige daran ist, dass wir uns nicht unterkriegen lassen und darauf bauen sollten, dass beim nächsten Wechsel etwas Schönes und Neues seine Knospen keimen lässt.

Ich wünsche euch eine wundervolle und abwechslungsreiche Wochenmitte!

Freitag, 21. November 2014

Now the world - Buchbild-Wettbewerb - Mein Foto

http://klingenfaenger.blogspot.de/2014/10/wettbewerb-buchbilder.html
Wie ihr wisst, veranstalte ich momentan ein kleines Weihnachtsgewinnspiel auf meinem Blog, bei dem es darum geht, euer Lieblingsbuch in weihnachtliche Szene zu setzen. Ich fotografiere wahnsinnig gern, vielleicht nicht so gut, wie manch anderer, aber ich denke, ich lerne jeden Tag dazu. Nun kann ich aber schlecht bei meinem eigenen Gewinnspiel mitmachen. Wie gut, dass der liebe Patrick auf seinem Blog einen ähnlichen kleinen Wettbewerb laufen hat. Wer dort mitmachen möchte, sollte sich allerdings sputen, denn der Einsendeschluss ist diesen Sonntag der 23. November. Wenn ihr auf Patricks Bild klickt, könnt ihr die Regeln zum Wettbewerb nachlesen.

Nun aber möchte ich euch und vor allem Patrick mein "Kunstwerk" zeigen. Es handelt sich bei dem Buch um "Wie ein Funke im Feuer" und dieses ist mein derzeitiges Lieblingsbuch. Das Genre ist nicht jedermanns Geschmack, muss es auch nicht, aber denen, die gleich wieder mit den Augen rollen, soll gesagt sein, wer nicht wenigstens einen Roman der Autorin Kerstin Groeper gelesen hat, darf nicht mitreden und hat auf jeden Fall etwas großartiges verpasst. Gut Schachtelsätze kann ich schreiben, wie ihr seht. Ob ich fotografieren kann, könnt ihr mir ja gern in den Kommentaren schreiben. 


Auf dem Bild sind außerdem noch drei weitere Dinge zu sehen, die ich alle als Geschenke erhalten habe und mit ganz viel Herz verbinde. Zum einen ein kleiner Traumfänger, der mir bei einem der LB-Wichtelaktionen geschickt wurde. Zum zweiten eine wundervolle handgefertigte indianische Vase aus den USA. Unten ist sogar der Name der indianischen Künstlerin eingetragen. Dieses Geschenk bekam ich von meiner ehemaligen Gastfamilie aus South Dakota zum Geburtstag und nun hat die Vase einen Ehrenplatz. Außerdem seht ihr noch Sweetgrass, welches ich vor 18 Jahren von einem Native American persönlich geschenkt bekommen habe und es duftet nach wie vor süßlich. Warum ich mich für diese Dinge entschieden habe, dürfte eindeutig sein, wenn man weiß, dass mir diese Themen rund um die Native Americans sehr wichtig sind. 

So und nun hurtig, wenn ihr noch ein Bild machen wollt!


Der böse Nik - Helwig Arenz ❀ ❀ ❀ ❀ ❀

Der böse Nik
Helwig Arenz
Gebundene Ausgabe
ISBN 978-3-869-13462-8
Preis: 17,90 €
Roman

Nik, ein Kleinkrimineller, drogenabhängiger Möchtegern-Allesbestimmer wird von Gabriel aufgelesen und in ein heruntergekommenes Haus gesteckt, zusammen mit genauso zwielichtigen Gestalten, fern jeder menschlichen Vernunft. Gabriel, der sich gern als Sozialarbeiter und Fürsorger sehen will, hofft, dass die Gruppe sich mit hauswirtschaftlichen Tätigkeiten, handwerklichen Arbeiten und allerlei anderen Diensten wieder in das soziale Umfeld der Mitmenschen integrieren lässt, ohne ständig an kriminelle Dinge denken zu müssen. Dabei merkt er zunächst nicht, wie ihm die Bande auf der Nase herumtanzt. Allen voran Nik, der nicht nur zum heimlichen Chef der Gruppe mutiert und sagt, was getan bzw. gelassen wird, sondern sich auch noch die Freundin seines Gönners ins Bett holt. Lauri ist der Lichtblick in Niks Leben und nur wegen ihr bleibt er bei Gabriel und gibt ihm das Gefühl, er habe Erfolg mit seiner Therapie. Doch Nik wär nicht er selbst, wenn er nicht noch einen entscheidenden Coup versuchen würde...

"Der böse Nik" ist der erste Roman des Schauspielers Helwig Arenz, der bereits seit 2013 als Autor tätig ist und mit seinem Kurzkrimi "Tom und Tierchen" den Fränkischen Krimipreis gewann. Helwig Arenz ist seit 2006 als Theaterschauspieler auf verschiedenen Bühnen präsent gewesen. Diese Arbeit half ihm bei der genauen Ausarbeitung der Figuren. So konnte sich Arenz wunderbar in den Protagonisten Nik hinein denken, was wiederum beim Leser einen ständigen Wechsel zwischen Sympathie und Antipathie zur Folge hat. Der Protagonist ist als Kleinkrimineller vollkommen gewissenlos und ichbezogen geschrieben, dass er dem Leser eigentlich eher abstoßend erscheinen muss und es doch nicht immer tut. In gewisser Weise spielt Arenz mit den menschlichen Gedanken, die vielleicht der ein oder andere mal mehr oder weniger ausführlich gedacht, aber glücklicherweise nie in die Tat umgesetzt hat. Hier und da lässt er seine Figuren, die zuweilen als Wracks in Erscheinung treten, mit einer gewissen Situationskomik agieren, die es dem Leser schwer machen, das Buch aus der Hand zu legen. Helwig Arenz hat dabei einen sehr erzählerischen Schreibstil, der ein wenig den Hauch von Stammtischgesprächen wehen lässt. Das ist für sein Werk nicht abwertend gemeint, sondern lässt trotz des eher nachdenklichen Stoffs eine gewisse Leichtigkeit beim Lesen entstehen. So haben alle Kapitel des Buches keine Nummern sondern kurze Stichworte, welche mal mehr oder weniger erahnen lassen, wie sich der Plot entwickeln wird. "Der böse Nik" ist ein Buch, welches von "normalen" Romanen abweicht und neben Liebe, Eifersucht, Angst, Hass sogar das Thema Familie nicht außen vor lässt. Die Figuren handeln unvorhersehbar, was wiederum der Spannung wunderbar gut tut. Ein rundum lesenwertes Stück Literatur von einem Autor, der seine Leidenschaft nicht nur der Schauspielerei widmet, sondern von dem auch in Zukunft weitere wortgewandte Romane zu erwarten sind.

Dieser Roman wurde mir freundlicherweise vom ars vivendi Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Donnerstag, 20. November 2014

"Glück ist nicht die Voraussetzung für Zufriedenheit. Zufriedenheit ist aber die Voraussetzung für Glück."

Urheberrecht: chainat / 123RF Stockfoto
Motto der Woche

Aphorismus von Frank Dommenz

Bin ich zufrieden? Bin ich glücklich? Bin ich sogar beides? Warum ist Glück nicht zwingend die Voraussetzung für Zufriedenheit? Vielleicht weil man mit einem Glücksgriff beim Lotto nicht unbedingt zufrieden damit ist, wie einen plötzlich andere Menschen gern haben wollen. Oder man quasi über Nacht zum Bestsellerautor wird und trotzdem die hohe Erwartung hat, etwas noch viel besseres schreiben zu wollen. Man hatte Glück, aber Zufriedenheit schenkt einem dieses nicht automatisch. Glück kann etwas sehr schönes sein, es kann einen aber auch stark belasten und unzufrieden machen. Wie siehst es da denn anders herum aus? Ist man in zufriedenem Zustand auch gleichzeitig glücklich. Wahrscheinlich schon, denn wenn ich mit mir und meinem Leben zufrieden bin, dann strahle ich das zum einen auch aus und vor allem habe ich nicht ständig Verbesserungsvorschläge für mich parat. Diese Zufriedenheit macht mich also glücklich und zwar viel mehr, als es ein Geldgewinn oder dergleichen je könnten. In meiner Zufriedenheit liegt mein Schlüssel zum Glück und manchmal sicher auch der Schlüssel für andere kleine Glückstresore, die nur darauf warten, dass man sie öffnet, weil man vollkommen zufrieden hinein schauen kann. Jeder hatte schon Glück oder ab und an auch Unglück in seinem Leben. Aber wenn man darüber nachdenkt, ob man unter der Voraussetzung auch wirklich zufrieden war, kommen einem vielleicht ein paar kleine Zweifel. Versuchen wir also einfach zufrieden zu sein, mit dem was wir haben, mit Familie und Freunden, dann werden wir ganz von allein zu sehr glücklichen Wesen sein und vielleicht gesellt sich dann auch ganz von allein der eine oder andere Glücksgegenstand von allein dazu.

Ich wünsche euch eine zufriedene und glückliche Wochenmitte!!!


Mittwoch, 12. November 2014

"Selbst dann, wenn man eine rosarote Brille aufsetzt, werden Eisbären nicht zu Himbeeren."

(c) Karin Hillig
Motto der Woche

Aphorismus von Franz Josef Strauß

Die rosarote Brille, wie gerne hätte ich sie ab und zu wenigstens auf. Vielleicht wären dann einige Dinge etwas schöner und leichter. Wären sie das wirklich? Nein, genauso wenig, wie Eisbären zu Himbeeren werden würden, so wenig kann man diese Brille zur Problembewältigung nutzen. Wie so oft im Leben ist es an uns, Dinge zu ändern und so den Anschein zu erwecken unsere Welt wäre rosa. Oder vielleicht sogar auch wie Zuckerwatte. Jeder möchte gern auf seiner rosa Zuckerwattenwolke durch den Tag fliegen und Torpedos von blauem Eisregen abwehren. Und trotzdem schafft es immer wieder ein eisiger Tropfen auf die so luftig leicht schwebende Zuckerwatte. Was passiert dann? Sie fängt an zu kleben, wird plötzlich sichtlich schwerer und lässt sich vor allem nicht mehr kleckerfrei essen. Das ist das Leben und wir werden noch viele solche weniger rosa Momente erleben. Doch genau das macht es doch aus, unser Leben. Wäre unsere Welt immer rosa und voller luftiger Zuckerwatte, würden wir dieser wohl schnell überdrüssig werden. Wir würden uns fragen, war das jetzt alles? Muss ich mich nicht mehr anstrengen, um ein Ziel zu erreichen? Sehen wir diese nicht rosarote Welt doch als Herausforderung an uns und an andere Menschen und vor allem sollten wir die rosarote Brille ins Regal legen. Dort kann sie wenigstens das Sonnenlicht einfangen und uns in weniger schönen Momenten etwas rosa leuchtende Lichttupfer an die Wand strahlen. 

Montag, 10. November 2014

3. Dresdner Literaturmesse - Ein Sonntagsausflug

Am vergangenen Wochenende fand in Dresden die 3. Literaturmesse "Schriftgut" statt. Da diese Messe in den letzten beiden Jahren und leider auch in diesem Jahr nicht immer mit meinem außernestlichem Dienstplan einher geht, konnte ich gestern wenigstens noch ein bisschen Buchluft schnuppern. Gleich am Eingang wurden wir angesprochen, ob wir denn nicht an einer Schulstunde teilnehmen möchten, wie sie hätte um 1900 stattfinden können. Etwas unsicher, was uns denn nun erwarten würde, setzten wir uns vor Griffel und Schiefertafel und warteten, was jetzt geschehen würde. Der Lehrer kam, läutete die Glocke und schon waren wir mittendrin in der Schulstunde zu Zeiten des Kaisers. Das Ganze dauerte gut 15 Minuten statt der üblichen 45 Minuten Unterrichtszeit. Böse war darüber keiner, denn zeigte es doch, wie streng die Lehrer damals waren, welche Strafen die Schüler erwartete und wie gottesfromm der Unterricht ablief. 



Danach schlenderten wir gemächlich durch die Flure der Börse Dresden und kamen dabei an allerlei Handwerk rund ums Schreiben und Drucken vorbei. Kalligraphen zeigten ihr Können, genauso wie Papierschöpfer, Buchbinder und Schriftsetzer.




In einem der Flure stand eine Tafel, an der die Dresdner ihre Lieblingsbücher beschriftet auf gelben Zetteln hängen konnte. Selbstverständlich durfte da unsere gefiederte Lieblingslektüre nicht fehlen.



Einige Antiquariate waren ebenfalls vertreten und so konnte man neben neuen Büchern auch in ganz viel alten Lektüren stöbern. Wir waren standhaft und wollten nicht mit voll bepackten Tüten die Messe verlassen. Stattdessen lauschten wir kurz einer Lesung und waren dann mal kurz beim Mangazeichenkurs. Die Zeit war schnell um und die Vogelkinder wollten noch die angrenzende Spielemesse "Spielraum" besuchen, bei der es eine komplette Halle mit Tausenden von Legosteinen zum Bauen gab. Also kehrten wir der "Schriftgut" den Rücken und begaben uns ins Steingetümmel.


Die Vogelkinder bauten wie die Weltmeister an einem Häuschen nach dem anderen. Und ja, die Vogelmama hat es ihnen gleich getan und wenigstens noch ein blaues B für das Nestchen zustande gebracht. Dass diese spielerische Messe sich gleich an die Schriftgut anschloss, hatte zwei entscheidende Vorteile. Es gab nur einen Eintrittspreis und keine quengelichen Kinder, die hinter Buchinteressierten Eltern hertappten. ;) Die nächste Schriftgut werde ich dann hoffentlich auch mal an den beiden anderen Tagen erleben können.


Donnerstag, 6. November 2014

"Was man mündlich ausspricht, muß der Gegenwart, dem Augenblick gewidmet sein; was man schreibt, widme man der Ferne, der Folge."

(c) Karin Hillig
Motto der Woche

Aphorismus von Johann Wolfgang von Goethe

Wer will nicht für die Ferne schreiben? Einen Text, den man auch noch in einigen Wochen, Monaten, Jahren, Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten lesen wird. Sicher nicht diesen Blogeintrag, aber mit Büchern könnte es so sein. Wenn wir reden, plappern die meisten einfach drauf los und füllen somit den Augenblick. Mal mit geistreichen und dann wieder mit weniger aussagekräftigen Dingen. Doch für diesen gegenwärtigen Moment ist es meist genau das Richtige. Beim Schreiben läuft das einwenig anders. Man wählt die Worte mit mehr Bedacht, versucht besser zum Ausdruck zu bringen, was man denkt oder fühlt. Wir überlegen genauer, lesen uns das Geschriebene sogar mehrmals durch. Nur um dann sicher zu sein, dass wir den Kern unseres Denkens gefunden haben und ihn mit diesen Worten transportieren können. Wie schön wäre es doch, wenn man sich ab und an diese Zeit auch für die Sprache nehmen könnte. Doch meist ist der Augenblick verflogen, wenn man die richtigen Worte glaubt, gefunden zu haben. Darum ist das Schreiben sicher nicht nur mir wichtig. Es braucht mehr Zeit, reift und wird dann zu etwas, mit dem man zufrieden ist und was man hinaus in die Welt fliegen lässt, um es mit mehr Menschen zu teilen. 

Ich wünsche euch eine wundervolle Wochenmitte mit wundervollen Augenblicken in der Gegenwart und in der Ferne!


Mittwoch, 5. November 2014

Die Unsterblichkeit der Signora Vero - Cornelia Becker ❀ ❀ ❀ ❀

(c) LangenMüller
Die Unsterblichkeit der Signora Vero
Cornelia Becker
Gebundene Ausgabe
ISBN 978-3-784-43358-5
Preis: 17,99 € (D)
Roman

Cordula Panini ist eine Autorin, die sich nach dem Tod ihres geliebten Mannes, mehr schlecht als recht durchs Leben mogelt und dabei versucht ihrer pubertierenden Tochter Anna Herr zu werden. Zu nächst scheint auch alles so gut es geht zu funktionieren, doch dann beginnen die Geldsorgen, Cordula zu belasten. In dieser Lage versucht die reiche Beatrice Vero mit ihrem Angebot die junge Autorin um Hilfe zu bitten. Beatrice ist des Lebens müde und nun auf der Suche nach jemanden, der ihr in den Tod hilft. Vollkommen entgeistert, da Cordula selbst ein Geheimnis mit sich herum trägt, schafft sie es, die Vero davon zu überzeugen, dass sie ihr Leben als Buch veröffentlichen könnte. Anfangs eher skeptisch beginnt die alte exzentrische Dame an dieser Idee Gefallen zu finden. Gemeinsam arbeiten sie alte Aufzeichnungen, Fotos und andere Erinnerungsstücke in einem Manuskript auf. Mit in dieser Arbeit, in der sich Cordula zu hause fühlt, platze die Pubertätskrisen ihrer Tochter und plötzlich läuft nichts mehr, wie es sollte.

Cornelia Becker hat mit "Die Unsterblichkeit der Signora Vero" ihren ersten Roman beim Verlag LangenMüller veröffentlicht. Das Werk regt zum Nachdenken an, befasst es sich mit den verschiedensten Themen unseres Lebens. Es werde hierbei Dinge wie Pubertät, Lebenskrisen, Sterbehilfe, Verschuldung und das Leben auf einer Insel, auf der sonst andere Urlaub machen, behandelt. Gerade deshalb lohnt es sich diesen Roman zu lesen. Die Figuren, allen voran die wirklich exzentrische Beatrice Vero sind wunderbar gezeichnet. Ihre Art, ihr Aussehen, alles kann man sich bildhaft machen. Das trifft auch auf die Tochter von Cordula zu. Leider habe ich dieses Gefühl bei Cordula, der Protagonistin ab und an vermisst. Sie ist mir in ihrer Art doch sehr festgefahren und schaut wenig über den Tellerrand. Das wiederum ist für den Plot der Geschichte zwar wichtig, aber es lässt auch ab und zu Fragen offen. Trotzdem tut das dem Lesegenuß keinen Abbruch.
Cornelia Becker hat eine eigene Schreibweise, die ich als wenig kompliziert und doch sehr aussagekräftig bezeichnen würde. Hier und da waren bestimmte "Schachtelsätze" kleinere Stolperstellen, die mir das Lesen am Stück nicht so leicht machten. Dabei kann ich nicht einmal genau benennen, warum das so war. Denn sprachlich arbeitet die Autorin auf einem sehr hohen Niveau. Das Ende ist nicht zwingend überraschend, aber es lässt einen nachdenklichen Leser zurück. "Die Unsterblichkeit der Signora Vero" ist somit ein Buch, was lange nachwirkt und bekommt daher eine klare Leseempfehlung.

Cornelia Becker wurde 1957 in der Nähe von Paderborn geboren. Sie studierte Sozialwesen, Germanistik und Spanisch. Bisher schrieb sie vor allem Erzählungen, die in Literaturzeitschriften und Anthologien erschienen sind. Sie erhielt bereits einige Auszeichnungen hierfür. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Berlin. 


Dieser Roman wurde mir freundlicherweise vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Mittwoch, 29. Oktober 2014

"Wer sich über das freut, was er hat, hat keine Zeit mehr, über das zu klagen, was er nicht hat."

Urheberrecht: tannjuska / 123RF Stockfoto
Motto der Woche

Aphorismus von Ernst Ferstl

Manchmal ertappe ich mich dabei, wie ich denke, warum ich dies und das nicht erreicht habe. Warum ich ein altes Auto fahre, warum ich nicht 20 Paar Schuhe besitze, warum ich lange sparen muss, damit ich meine ehemalige Gastfamilie in den USA besuchen kann und dann, dann fällt es mir ein. Weil ich mit meinem Leben zufrieden bin, so wie es ist. Ich habe zwei wundervolle Vogelkinder, einen liebevollen Vogelmann, ganz liebe gefiederte Freunde, die immer ein offenes Ohr haben, ich bin gesund, habe einen Job, der mir Spass macht. Ich erfreue mich an meinem kuscheligen Nestchen, bin mit mir selbst im Reinen, weiß wer ich bin und wo ich stehe. Das reicht vollkommen. Ich brauche weniger Materielles um glücklich zu sein. Gefühle, Gedanken und liebe Worte machen mein Leben schön. Also, sollte ich mich wieder einmal beim Grübeln erwischen, dann denke ich schnell an die Dinge, die ich habe, die Freunde, die mich mögen und vor allem an meine Familie, die mich jeden Tag zum Lachen bringt und mir zeigt, das ich wichtig bin. Neid würde mich dabei nicht glücklicher machen. Er steht mir nur im Weg. Ich bin ich und das ist gut so. Nicht mehr und nicht weniger! Also werde ich die mir zur Verfügung gestellte Zeit nur noch sinnvoll nutzen und mich an den Dingen freuen, die ich habe.

Ich wünsche euch eine wundervolle Wochenmitte mit viel Zeit zum Glücklichsein!!!

Dienstag, 28. Oktober 2014

Buchgefieder meets....

Auch jetzt, viele Tage nach der Frankfurter Buchmesse darf solch ein Post nicht fehlen. Begegnungen hatte ich viele und alle hatten sie einen schönen Moment gemein. Und trotzdem habe ich doch tatsächlich wieder mit einigen kein Foto zustande gebracht. Ob ich das je lernen werde? Nun gut, dann werden wie in jedem der vergangen Meets-Post einfach die lieben Menschen namentlich erwähnt und verlinkt.

Wo fange ich denn an? Am besten bei dem Menschen, der mich bei der Frankfurter Buchmesse am meisten begleitet hat. Meine liebe Sonja, ich erinnere mich so gern an unsere gemeinsame Zeit und hoffe sehr, dass noch viele weitere Buchmessenbesuche folgen werden. Auf diesem Bild außerdem zu sehen, die liebe Anja. Ich freue mich immer über neue Begegnungen und diese war eine, die sicher nicht die letzte gemeinsame gewesen ist. 

Drei Damen vom Blog! ;)
Mein Sonnenschein durfte auch nicht fehlen. Sie ist so ein herzlicher Mensch, die liebe Glorana. Ich vermisse dich sehr, meine Liebe.

Sonnenschein!!!
Meine liebe Sharon, du Herzmensch. Ich freue mich immer auf unsere Begegnungen. Jack ist wie immer nicht auf dem Bild. Ihr seid zwei so tolle Menschen. Ich hoffe auf die Leipziger Buchmesse!!!

Lass uns knuddeln, Sharon!!!
Ivo Pala ist nicht nur ein wunderbarer Autor, sondern auch ein wunderbarer Poser. ;) Vielen Dank für dieses tolle Foto und ich hoffe, wir sehen uns auf der Schriftgut wieder.

Der Ivo wird sehr gern fotografiert, wirklich!!!
Lust auf ein Gruppenbild mit Hahn im Hintergrund? Naja, eher Giraffe, der liebe Arndt ist immer so groß. Das hat den Vorteil, dass man ihn überall erkennen kann. Ganze dreimal haben wir uns während meines Buchmesseaufenthaltes getroffen. Ebenfalls zu sehen, die liebe Sonja, die liebe Anja, die liebe Martina und die liebe Sina. Über das Treffen mit Sina habe ich mich total gefreut. Wir haben schon sehr lange richtig guten Kontakt via Lovelybooks. Um so schöner, sie endlich einmal richtig umarmen zu können.

Anja, Sonja, Arndt, Martina und Sina
Nun folgt ein Bild, das vielleicht nicht scharf, dafür aber für immer in meinem Herzen ist. Die Aufnahme stammt nicht von mir, aber sie fängt den Moment ein, der mich mit soviel Herz zum Strahlen brachte. Meine liebe Beata, ich danke dir für deine wunderbare herzliche Art und werde dich auch weiterhin gern in deinem Leben begleiten, wenn du magst. Es macht mir so viel Spaß, dich immer wieder mit Kleinigkeiten zum Strahlen zu bringen. Ich denke sehr oft an dich und vor allem auch an den Menschen, der uns eigentlich so richtig zusammen schreiben ließ. 

Bild unscharf? Vielleicht braucht ihr eine Brille? ;)
Sandra, du Gute, die leider sooo oft gebeutelt wurde in letzter Zeit. Du bist so ein warmherziger Mensch, der nur Sonnenschein in seinem Leben verdient hat. Wenn ich nur eine kleinen hellen Strahl in dein Herz schicken kann, sei es mit lieben Worten oder kleinen Taten. Auf unserem gemeinsamen Bild darf auch die liebe Sharon nicht fehlen. Hab ich schon erwähnt, wie toll ich dieses Bild finde? Vielen Dank lieber Jack für diese Momentaufnahme!!!

Nur der Baum fehlte!
So und nun bleibt mir nur noch die namentliche Erwähnung der Lieben, die ich auf der Buchmesse getroffen und deren Begegnung mit mir nur Bilder in meinem Kopf sind. Liebe Sandra und liebe Katja, schön euch wenigstens kurz getroffen zu haben. Die liebe Kasia, die ich unbedingt wieder treffen möchte, du bist so ein fröhlicher Mensch. Der liebe Chris und die liebe Daniela habe ich getroffen, genau wie die liebe Alexandra, den Leander, die Charlotte, die liebe Caroline, die liebe Cindy, das Team von Lovelybooks, meine Lieblingsautorin Kerstin Groeper, Judith, Dagmar, die liebe Julia und noch viele andere. Entschuldigt bitte, wenn ich hier langsam an Gedächtnisschwund leide. Zur Leipziger Buchmesse seid ihr alle fällig, dann knipse ich mir die Flügel wund!!!

Mittwoch, 22. Oktober 2014

"Auf eine glückliche Liebe hat keiner ein Recht, aber jeder eine Chance."

(c) Karin Hillig
Motto der Woche

Aphorismus von Dr. phil. Ernst Reinhardt

Wie wäre es wohl, wenn dieses Recht tatsächlich bestünde? Würden wir es, wenn notwendig sogar einklagen? Würden wir dafür demonstrieren? Vor allem würden wir anders dafür kämpfen, weil es unser gutes Recht ist, eine glückliche Liebe zu finden und vor allem zu behalten. Gleiches Recht für alle, aber wie soll das gehen? Nutzen wir doch einfach unsere Chance auf eine wundervolle Liebe, in dem wir uns als Person zu erkennen geben, die nicht nur bereit ist, glücklich zu sein sondern eben auch glücklich zu machen. Darin besteht eine glückliche Liebe. Nicht nur auf das eigene Glück, das eigenen Recht zu bestehen, sondern etwas für den anderen zu tun und somit auch für sich selbst. Glück macht nicht glücklich, wenn man es allein genießen muss. Sicher ist mancher glücklicher allein, aber doch nur, weil er die richtige Chance auf eine erfüllende Liebe noch nicht erhalten oder im schlimmsten Fall sogar verstreichen lassen hat. Bestehen wir also besser nicht auf das Recht an einer glücklichen Liebe, sondern nutzen die Zeit in jeder neuen Begegnung eine Chance dazu zu sehen. Wer eine glückliche Liebe gefunden hat, wird sicher nicht behaupten, dass er dazu das Recht habe, sondern eher, dass es eine Pflicht ist, dass das auch so bleibt. 

Ich wünsche euch eine wundervolle Zeit zur Wochenmitte und viele kleine und große Chancen!!!

Mittwoch, 15. Oktober 2014

"Mitgefühl ist das Verständnis des Herzens."

(c) Karin Hillig
Motto der Woche

Aphorismus von Helga Schäferling

Ich hatte die vergangenen Tage gleich einige Situationen, in denen ich am Mitgefühl bzw. Verständnis anderer Menschen zweifelte. Ich bin ein Mensch, der sich so gut es geht, versucht in andere hinein zu denken. Das ist sicher nicht immer leicht und vor allem nicht immer wünschenswert. Leider wird man dabei zu oft enttäuscht. Aber ich halte fest, am Guten in uns allen. Wie definiert man dabei Verständnis? Ist es gleich zu setzen mit Empathie. Oh ja, ganz sicher, jedenfalls für mich. Es ist ganz klar die Bereitschaft die Gedanken und Emotionen der anderen zu verstehen. Dabei ist es wichtig, dass ich meine eigenen Gefühle und Gedanken verstehe, nur so erkenne ich, wann jemand beispielsweise traurig ist. Wie verhält man ich in solch einem Fall? Hat man ein mitfühlendes und verständnisvolles Herz, stellt sich diese Frage nicht. Zweifelt man, dann ist man offen für Menschen, die einem nicht gut tun. Hört auf euch und eure Gefühle und nehmt diese ernst, dann ist es nicht schwierig, sich Menschen entgegen zu stellen, die dieses Verständnis nicht haben oder gar haben wollen. Zweifelt nicht an euch und euren Fähigkeiten. Ihr müsst nicht der ganzen Welt gefallen. Wichtig ist allein, wie ihr euer eigenes Verhalten seht. Es wird immer wieder Menschen geben, die uns schwer enttäuschen. Lassen wir uns daran einfach wachsen!

Diese Zeilen haben nichts mit meinem momentanen Seelenleben zu tun. Es ist vielmehr für Menschen bestimmt, die mir vertrauten und denen ich mein Mitgefühl entgegen gebracht habe. Sie werden wissen, was ich meine.

Ich wünsche euch eine wundervolle mitfühlende neue Woche!!!

Dienstag, 14. Oktober 2014

4 Bilder - Frankfurter Buchmesse Tag 3

Mein Nestchen hat mich wieder, aber es fehlt ja noch ein kleiner Bericht von meinem dritten Tag, dem Messesamstag. Überschrift hierfür könnte auch lauten: "Hilfe, ich brauche Luft!"

Der Ansturm am Samstag war natürlich enorm. Ich hab mich da gleich etwas früher hinein geschlichen und erst einmal etwas Zeit im Pressezentrum verbracht. Dann schlenderte ich etwas durch Halle 3.0 und versuchte relativ pünktlich bei Sebastian Fitzeks Buchvorstellung von "Passagier 23" bei Droemer Knaur zu sein. Bereits 45 Minuten vor Beginn, war es dort schon sehr voll. Ich blieb also stehen und harte der Dinge, die da kommen würden. Und sie kamen, Menschenmassen, von allen Seiten. Gerade als ich überlegte, ob ich mir das wirklich antun wolle, kam ich weder vor noch zurück. Alles dicht und das bis weit in die Gänge hinein. Ich habe noch nie das Ende einer Buchvorstellung mehr herbei gesehnt. Bilder gibts davon keine, denn wer will schon ein Haufen Köpfe bewundern.

Bücherwand bei Droemer Knaur
Als ich mich nach der Buchvorstellung befreit hatte, begab ich mich gleich auf den Weg zum Ironbuchblogger-Treffen im Pressezentrum. Kurz vorher traf ich noch auf Bröselchen und teilte meine Käsebrezel mit ihr. Dann musste ich mich etwas sputen, um nicht zu spät zu erscheinen. Foto hiervon wird nachgereicht. Nur so viel, Leander hat bereits eine neue Idee in Planung, damit sich die Ironbuchblogger auch mal länger unterhalten können als nur ein paar Minuten.

Von diesem Treffen wurde es Zeit zum nächsten zu "hetzen". Denn gleich im Anschluss fand das Lovelybooks - Blogger- und Usertreffen statt. Wobei wir wieder bei erstem Thema wären. Luft war auch hier Mangelware. Wir stellten uns ein wenig an den Rand, nachdem wir unsere Goodiebags erhalten hatten. Wer wir sind? Das waren hauptsächlich Anja, Arndt, Martina, Sonja und Sina. Es tat so gut, mit euch etwas herumzualbern. 

Ein lustiger Haufen und ein Hahn mittendrin!
Dann war es bereits später Nachmittag und so langsam sollte sich die Messe für mich ihrem Ende neigen. Sandra und ich liefen die letzten Minuten gemeinsam durch die Hallen und machten noch bei Siri Kulu halt. Die finnische Autorin ist ein wirklich fröhlicher und offener Mensch. Die Signierstunde hat ihr offensichtlich total viel Spaß gemacht. Danach schlenderten bzw. schlürften wir nur noch vor uns hin. Die Füße schmerzten und langsam wurde es Zeit über den Heimweg nach zu sinnen. Als letztes noch das wohl am meisten fotografierte Motiv ebenfalls noch selbst festhalten. 

Der Messeturm
Machs gut Frankfurt! Hallo 2015 in Leipzig!!!

Samstag, 11. Oktober 2014

4 Bilder - Frankfurter Buchmesse 2014 - Tag 2

Wie ihr seht, hänge ich ein wenig hinterher mit meiner kleinen Fotosession. Aber egal, ihr werdet es mir sicherlich nachsehen. Heute ist Samstag und dieser Tag ist der erste Tag an dem auch der normale Buchverschlinger in die Messe darf. Überraschenderweise kam ich recht zügig und mit wesentlich mehr Luft zum Atmen (in der SBahn) hier an. Doch lasst mich euch zeigen, was ich gestern so für Highlights erlebt habe. 

Selbstverständlich war ich auch am gestrigen Tag mit der lieben Sonja unterwegs, unsere Wege trennten sich meist nur kurz. Um 11:00 Uhr fand bei Randomhouse der Blog'n'Talk statt und gefühlt waren ungefähr 500 Blogger dabei, genau genommen waren es wohl um die 150. Sagen wir, es war ausreichend voll. Sehr angenehm war aber endlich einmal die liebe Kasia kennen zu lernen. Sie war mir ja schon per Kommentar und Mail total sympathisch, aber so in Real war es genauso richtig. 

Blog'n'Talk - Wer ist wohl der Autor im weißen Hemd?
Nach diesem Treffen schlenderte ich hier und da durch die Hallen um später der Lesung von Bastian Bielendorfer zu lauschen. Ein wahnsinnig witziger Mensch mit allerhand Situationskomik. Die Anwesenden hatten sowohl bei der Lesung, als auch bei der anschließenden Signierstunde eine Menge Spaß.

Ein echtes Lehrerkind! ;)
Um es genau zu nehmen, sogar soviel Spaß, dass Bastian einfach eine Seite aus Sonjas gerade erst erstandenem neuen Buch gerissen hat, um es zu signieren, damit Sonja etwas zum Verlosen hat. Ich habe mich sehr amüsiert, verstand aber durchaus den Schock in Sonjas Gesicht. Aber wie ich ihr gestern schon gesagt habe, solch eine signierte "Leseprobe" hat sonst niemand. Also ein echtes Highlight bei ihrer kommenden Verlosung.

Eine einzigartige Leseprobe!
Danach ging es für mich noch zur Buchvorstellung von Markus Heitz. Eine wie ich fand, sehr erfrischende Frage-Antwort-Runde, die den Fans des Autors mehr als gefallen haben dürfte. Etwas später kehrte ich dann noch einmal bei Kerstin Groeper am Stand des TraumFänger Verlages ein und erhielt noch allerhand Informationen zum Leben der Native People. Eigentlich wollte ich danach in mein Ersatznestchen fahren, doch wie das so ist, da trifft man ein oder zwei Leute und ehe man sich versieht, sitzt man bei der Verleihung des Virenschleuderpreises im Publikum. Danach waren die Hallen und die Gänge selbstverständlich sehr leer...

Die Aussage schlechthin!
Hui, schon habe ich mehr geschrieben als ich wollte. Und nun auf in meinen dritten und letzten Buchmessetag hier in Frankfurt...

Freitag, 10. Oktober 2014

4 Bilder - Frankfurter Buchmesse 2014 - Tag 1

Der Flug nach Frankfurt war etwas holprig, aber ich bin vorgestern gut angekommen, um mich gestern ins Getümmel zu stürzen. Der Tag startete mit einem "kurzem" Hallo beim TraumFänger Verlag. Kerstin Groeper unterhielt sich mit mir, als Detlef Kittelmann selbsternannter "Harry Potter des Knoblauchs" dazu kam. Ich erklärte kurz, was es mit dem Bloggen auf sich hat und im Gegenzug erzählte er mir ein paar interessante Dinge zu seinem selbstgezüchteten Knoblauch. Sein Buch "Knoblauchriesen aus dem Vogtland" ist mit viel Liebe zum Detail und in erzählerischen Stil geschrieben. Auch wenn ich jetzt nicht der Knoblauchesser an sich bin, so empfand ich unser Gespräch als sehr interessant.
 
Lust auf heimischen Knoblauch?
Doch eigentlich wollte ich mich ja mit Sonja treffen und kam so vollkommen zu spät in der Halle der englischsprachigen Verlage an. An manchen Ständen kam ich mir direkt wie in einem Bonbonladen vor, soviel Farbe strahlten mir in Form von knallbunten Cover entgegen. Aber eines hatten alle gemein. Überall wurde man herzlich begrüßt und nahm uns ernst. Besonders Randomhouse war nicht nur in seiner Standgröße sehr beeindruckend.
 
Verlagsstand in Halle 8
Danach schlenderten Sonja und ich durch die Messe. Dabei liefen wir Katja und Sandra über den Weg, außerdem wurde ich plötzlich von Arndt stürmisch umarmt. Diese Umarmungen sind wirklich Balsam für die Bloggerseele. Sonja und ich lösten uns jedoch relativ schnell wieder von den Lieben, um in Halle 3.0 stöbern zu gehen. Danach packte uns der Hunger. Über die Messe-Essenspreise muss ich sicherlich nichts mehr sagen. Nach dem Magenfüllen trennten sich die Wege von Sonja und mir. Ich traf dann noch auf zwei unterschiedliche Herren.
 
Cro signierte fleißig Bücher des Bastei Lübbe Verlags 
Udo Walz was very busy!
Und nun bin ich mindestens genauso gespannt wie ihr, was die zwei noch folgenden Tage bringen wird.

Dienstag, 7. Oktober 2014

Frankfurter Flug...äh...Buchmesse 2014

Am Mittwoch verlasse ich vorübergehend mein kuscheliges Nestchen und fliege nach Frankfurt in ein liebes Ersatznestchen. Ich habe lange überlegt, ob ich hier meine Pläne hinein tippen soll, so wie ich das bei vergangenen Buchmessen getan habe, oder ob ihr euch einfach mal überraschen lassen solltet. Dreimal dürft ihr raten! 

Richtig, ich werde hier keinen Plan veröffentlichen. Das hat auch einen ganz einfachen Grund. Diese Buchmesse wird im Zeichen vieler Treffen stehen, kleiner und größerer und zwischendurch möchte ich mich einfach treiben lassen. Ich möchte neue Bücher sehen, anfassen und riechen, den ganz besonderen Hauch und die Atmosphäre der Frankfurter Buchmesse spüren. Ich möchte das bunte Treiben auf mich wirken lassen und mir keinerlei Stress machen. Kurzum, ich möchte diese Buchmesse auf meine Weise genießen, eine Weise, wie ich sie im Moment brauche. Dieses Jahr hatte bis jetzt so viele Höhen und Tiefen, dass ich diese Buchmesse in Frankfurt nur auf mich hören möchte und ganz spontan entscheide, bei welcher Lesung ich hängen bleibe, wie lange ich Zeit mit lieben bekannten Menschen verbringen möchte und wann ich ein paar Minuten an neue Bücher und Menschen vergebe. Selbstverständlich werde ich nach meiner Rückreise hier einiges posten und ich möchte auch versuchen, ganz anders als die letzten Male, während der Messe etwas an euch weiter zu geben. 

Dazu kam mir die Idee, ein oder mehrere Messefotos von dem jeweiligen Tag hier auf den Blog zu stellen, mit wenig Text versteht sich. Ich möchte die Messe vorerst in Bildern festhalten und später dann in Worten. Ich hoffe sehr, dass diese Idee von meinen Messebildern besonders den Daheimgebliebenen gefallen wird. So seid ihr wenigstens etwas dabei...

Auch bei dieser Buchmesse gibt es Bilder auf meinem Instagramprofil und meiner Facebookseite. Ab und an werde ich auch bei Twitter zwitschern. 

Ich freue mich auf eine wundervolle Frankfurter Buchmesse 2014 und hoffe auf viele Umarmungen, gute Gespräche, neue Bücher und neue Gesichter!!!

Montag, 6. Oktober 2014

"Was mir allein schwerfällt zu verlassen, ist meine eigene oder die öffentliche Bibliothek. Ohne Bücher auf der Welt wäre ich längst verzweifelt."

(c) Karin Hillig
Motto der Woche

Aphorismus von Arthur Schopenhauer

Jetzt ist sie da, die Woche der Frankfurter Buchmesse und ich weiß schon jetzt, dass ich nach dieser Woche diese Welt der Bücher schmerzlich vermissen werde. Deshalb liebe ich meine eigene Bibliothek und ja, ich liebe meinen SUB. In öffentliche Bibliotheken gehe ich persönlich eher weniger, was aber nicht an der Atmosphäre liegt, sondern eher daran, dass ich selbst genug Bücher habe, die noch nicht gelesen wurden. Außerdem besitze ich Bücher auch sehr gern und geb sie nur schwer wieder her, besonders dann nicht, wenn ich sie großartig fand. Vielleicht wäre ich durch meine Bücher noch nicht verzweifelt, aber bestimmt um die ein oder andere Welt ärmer, um einen lieben Buchfreund ärmer. Bücher machen nicht einsam, ganz im Gegenteil, sie haben mir so viele Menschen gebracht und bringen sie noch, die ich nie wieder missen möchte. Diese Menschen verstehen mich, wissen, wie es sich anfühlt, in eine fremde Welt einzutauchen und nur schwer wieder daraus erwachen zu können. Auf diese Menschen freue ich mich besonders in dieser Woche und auf die vielen neuen Begegnungen. 

Arthur Schopenhauer war ein deutscher Philosoph, Autor und Hochschullehrer zu Beginn bis Mitte des 19. Jahrhunderts. 

Ich wünsche euch eine wundervolle neue buchige Woche und an alle, die ebenfalls die Frankfurter Buchmesse besuchen werden, vielleicht sieht man sich!!!

Mittwoch, 1. Oktober 2014

"Die Hoffnung ist wie ein Sonnenstrahl, der in ein trauriges Herz dringt. Öffne es weit und lass sie hinein."

(c) Karin Hillig
Motto zur Wochenmitte

Aphorismus von Friedrich Hebbel

Vielleicht wundert sich der ein oder andere, dass ich ein Zitat ausgewählt habe, welches einen traurigen Beigeschmack hat. Trotzdem ist es momentan für das Nestchen genau das Richtige. Der Buchgefieder-Mann hat momentan eine schwere Zeit und wir versuchen ihn zu stärken, wo es nur geht. Wenn man einen sehr guten Freund einfach mal eben so, ohne jegliche Vorwarnungen verliert, von heute auf morgen, dann ist das sehr hart. Das Herz beginnt sich zu schließen und es wird einem kalt. Was könnte diesem Herz anderes helfen, als etwas Sonne, etwas Herzenswärme um es wieder zu öffnen. Viele liebe Menschen schenken ihm gute Worte, hören ihm zu und bringen so Hoffnung in sein Herz, dass der Schmerz besser zu verstehen ist. Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Post schreiben und veröffentlichen soll. Aber mir tut es gut, darüber zu reden und darüber zu schreiben. Wir haben einen guten Freund verloren und hier ist nun sein Platz für immer an meiner Blogwand. Ich hoffe sehr, dass er an dem Ort, an dem er sich befindet, nur noch die Wärme unserer Gedanken an ihn spürt.

Friedrich Hebbel war ein deutscher Dramatiker und Lyriker des 19. Jahrhunderts. Bekannt dürfte er einigen vor allem durch sein Drama "Die Nibelungen" sein, welches die meist beachtete Bearbeitung des Stoffes der Nibelungensage für Theater war und ist.

Ich wünsche euch eine herzenswarme Wochenmitte!!!

Mittwoch, 24. September 2014

Filmrezension zu "Song from the forest"

Dokumentarfilm
mit: Louis Sarno, Samedi Mathurin Bokumbe
97 min
Originalsprache Englisch
Untertitel Deutsch

Louis Sarno liebt Musik und eigentlich wollte er schon als kleiner Junge Komponist werden. Sein Vater kann dies nicht verstehen, doch Louis ist auf der Suche nach Musik, die wenige Menschen je gehört haben. Er findet sie bei den Bayaka, einem Pygmäenvolk im zentralafrikanischen Regenwald. Er ist fasziniert von diesen Menschen, mit denen er am Lagerfeuer seine Einsamkeit ausleben kann, ohne wirklich allein zu sein. Er muss nichts sagen, er hört nur den Klängen der Bayaka und des Regenwaldes zu und beginnt, diese Musik zu archivieren. 25 Jahre später ist er ein Mitglied ihrer Gemeinschaft geworden, hat einen Sohn mit einer Bayakafrau und fühlt sich wohl in seiner Umgebung, die mehr und mehr bedroht ist. Bedroht durch unnützes Jagen von Tieren und durch die Abholzung des Regenwaldes. Die USA sind in weite Ferne gerückt und doch kehrt er für ein paar Wochen zurück, um seinem mittlerweile 13jährigen Sohn Samedi die Welt zu zeigen, aus der Louis kommt. Die Gegensätze lassen jedoch weniger Samedi eine gewisse Unruhe und Gereiztheit spüren als seinen Vater. Louis beginnt am Lärm, an der Hektik der Großstadt New York zu erkranken. Er hört immer wieder einige seiner Aufzeichnungen und spürt, dass diese Welt, aus der ein einst kam, nicht mehr seine ist. 


"Song from the forest" ist eine Dokumentation über die Vision eines amerikanischen Mannes, der auf der Suche nach Musik nicht nur unbekannte und wunderschöne Klänge findet, sondern eng mit dem WWF verbunden, sich für das Volk der Bayaka einsetzt. Die realen Bilder lassen den Zuschauer in eine Welt eintauchen, die man sich fern der Großstadt kaum vorstellen kann. Louis ist ein Mensch, der eine gewisse Einsamkeit lebt, ohne wirklich einsam zu sein. Er ist ein vollwertiges Mitglied der Bayaka geworden, isst, was sie essen und spricht vor allem ihre Sprache sehr gut. Er kümmert sich rührend um die Kinder des Stammes, hilft mit Geld für die Behandlung, wenn jemand krank ist. Der Film von Michael Obert zeigt eine Welt im Regenwald, die von Freude und Musik genauso geprägt ist, wie von Hunger und Wut. Die Bayaka haben ihren eigenen Sinn von Musik und benutzen allerlei Dinge, um den Regenwald mit Klängen zu füllen. Da werden Kunstoffkanister und Blechteller zu Trommeln, da wird selbst das Wasser des Flusses beim Baden zum Musikinstrument. Während der 97 Minuten Filmdauer wird dem Zuschauer allerdings auch klar, dass der Regenwald sehr wichtig für die Bayaka, allerdings auch die Bayaka sehr wichtig für den Regenwald sind. Sie haben ihr Stück Regenwald kultiviert und werden dafür nicht geachtet, sondern man versucht ihnen Stück für Stück ihre Existenz zu nehmen. Die Dokumentation versucht darauf aufmerksam zu machen und lässt dabei nicht den Zeigefinger sprechen, sondern die Liebe zur Musik.

"Song from the forest" basiert auf dem gleichnamigen Buch von Louis Sarno, in welchem er sein Leben bei dem Pygmäenvolk schildert. Die deutsche Übersetzung "Der Gesang des Waldes" ist im Piper Verlag im Jahr 2013 erschienen.

Vielen Dank an den Piper Verlag für die zur Verfügung gestellten Kinokarten.

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