Sonntag, 31. Juli 2016

Wenn Träume wahr werden...


...dann fühlt sich die Welt für einige Momente nur noch warm und herzlich an, auch wenn sie das in den vergangenen Wochen nicht immer war. Zum jetzigen Zeitpunkt bin ich noch nicht zu 100% bereit, euch von all meinen tollen Erlebnissen rund um meinen ganz persönlichen Traum zu erzählen, aber ich zeige euch eines meiner Lieblingsfotos, die ich in den letzten drei Wochen geschossen habe. Außerdem lasse ich euch ein paar Fakten oder besser ein paar Zahlen hier, damit ihr euch ein Bild machen könnt, wovon ich geträumt habe. Einige werden sich denken, aha, dass war es also. Wir dachten schon, sie veröffentlicht ein Buch oder hat einen ganz tollen neuen Job bekommen, vielleicht will sie auch auswandern oder sie hat im Lotto gewonnen. Nein. Ich war ganz einfach nur auf einer Reise, einer, die mir eine richtige Herzensangelegenheit war und immer noch ist. Denn nach diesem ersten großen Traum, sind viele weitere kleine entstanden und der Wunsch, so etwas mindestens aller zwei Jahre zu machen. 

Ich war drei Wochen in den USA, in vier verschiedenen Bundesstaaten. Habe in zwei Hotels übernachtet und das an vier Tagen. An acht Tagen habe ich bei Menschen genächtigt, die ich seit 20 Jahren zum ersten Mal wiedergesehen habe und an neun Tagen war ich bei einem Teil meiner Familie, die ich ebenfalls viel zu lange nicht besucht habe oder besuchen konnte. Wir haben in den drei Wochen ca. 3500 Meilen mit einem Mietauto zurückgelegt, das sind ca. 5600 Kilometer. Meine Zeit habe ich in zwei verschiedenen Zeitzonen verbracht und Dinge gesehen und erlebt, von denen ich euch in den kommenden Wochen gern mehr erzählen möchte. Ich habe ca. 2000 Bilder mit Herrn EOS, Canoninchen und meinem Smartphone geschossen. Es sind ca. 20 kleinere Videos entstanden. Doch vorerst zeige ich euch dieses eine Foto, mein Foto der Woche.


Dieses Bild entstand in den Badlands in South Dakota. Diese Gesteinsformationen haben vor 20 Jahren eine Faszination auf mich ausgeübt, die bis heute anhält. Hier sind wahnsinnig viele, vor allem sehr "farbenfrohe" Bilder entstanden, so dass ich damit wohl einen Monat füllen könnte. Tu ich aber nicht, dennoch werden die Badlands einen eigenen Post bekommen. 

Ich hoffe sehr, dass euch meine kommenden Berichte interessieren und gefallen werden. Wenn nicht, dann ist das auch nicht weiter tragisch, schließlich ist dies kein Reiseblog. Keine Sorge, Rezensionen und allerhand buchiges werdet ihr hier auch wieder finden. Trotzdem kann und will ich mein Schnäbelchen zu meiner Reise nicht halten. Denn wie nach jedem tollen Abenteuer muss ich mir selbst noch einmal davon erzählen, denn sonst würde ich denken, dass ich das alles nur geträumt habe.


Montag, 18. Juli 2016

"Das wahrhaft Natürliche sind Träume, kein Zerfall kann sie zerstören."


Motto der Woche


Aphorismus von Bob Dylan

Was wären wir ohne unsere Träume? Wahrscheinlich nicht viel mehr als funktionierende Wesen, die tagein und tagaus stupiden, monotonen Abläufen folgen. In einer Hülle unseres Selbst, in Räumen so grau, so trostlos, so ohne ein Lachen, das von Herzen kommt. Wir müssen träumen, weil wir dadurch auch uns selbst finden. Weil wir so voranschreiten, uns Ziele setzen, mögen sie manchmal nur klein erscheinen oder auch im Gegenteil wie unlösbare Vorhaben. 

Warum in dieser Woche dieser Aphorismus? Ganz einfach, ich bewege mich momentan in einem Traum, meinem ganz persönlichen. Lange habe ich darauf hingearbeitet, musste mich in Geduld üben, was so gar nicht zu meinen Stärken zählt. Aber all das ist momentan eher nebensächlich. Wichtig ist nur, mein Traum wurde wahr. Vieles in meinem Leben ist in irgendeiner Art zerfallen, manchmal wurden Hoffnungen zerstört, manchmal haben sich Wünsche in Luft aufgelöst. Manchmal wurden mir Wünsche erfüllt, jedoch fand ich nicht lange Erfüllung darin. Meine Träume habe ich mir bewahrt, bis heute, bis zu diesem Moment.



Träume sind etwas so natürliches, dass wir sie meist nicht mehr so genau wahrnehmen. Wir wünschen uns soviel, wir hoffen auf so einiges und doch wissen wir dies meist nicht von natürlichen und wahrhaften Träumen zu unterscheiden. Hoffnungen und Wünsche sprechen wir meist aus, nicht immer bei jedem, aber zumeist bei lieben Mitmenschen. Träume behalten wir sehr oft für uns. Warum? Ist es die Angst, dass sie nicht wahr werden? Vielleicht auch, weil uns unsere Wünsche und Hoffnungen auch anderweitig erfüllt werden können? An unseren Träumen müssen wir selbst arbeiten und das zumeist sehr hart. Trotzdem lassen wir so einiges hinter uns, verzichten auf andere Wünsche, um dann eines Tages das Wahrwerden eines Traumes zu erleben und davon lange zehren zu können. 

Auch wenn ihr neugierig seid, die Erzählung meines Traumes, der soeben wahr geworden ist, muss noch etwas warten. Bis ich bereit bin, davon zu berichten, bis ich alle Eindrücke dieses Traumes geordnet und verarbeitet habe. Dann werde ich hier dazu mehr schreiben und ich werde daran eine große Freude haben und ihr hoffentlich auch.

Ich wünsche euch eine tolle neue Woche in der ihr euch erlaubt, Träume in Richtung Wahrwerden zu schuppsen!


Freitag, 8. Juli 2016

Mademoiselle Oiseau und die geheimnisvollen Briefe - Andrea de La Barre de Nanteuil - Lovisa Burfitt


Hast du schon einmal geträumt und dann wurde es wahr? Spürtest du schon die Gegenwart einer lieben Person, obwohl sie gar nicht im Raum war? Glaubst du an Magie?

Isabella hütet gemeinsam mit Isis die Wohnung von Mademoiselle Oiseau, während diese in Venedig bei ihrer Schwester weilt. Seit genau 59 Tagen ist sie nun schon fort. Immer wieder träumt Isabella von der stilvollen Dame, die sie noch gar nicht so lange kennt. Mademoiselle Oiseau scheint ihr Botschaften zu schicken, ja sogar kleine Aufträge, die sie erfüllen soll. Doch eigentlich hätte es Isabella viel lieber, wenn Mademoiselle nicht all zu lange fort bliebe. In der Zeit des Wartens kommen Isabella und Isis der Vergangenheit auf die Spur und finden geheimnisvolle Briefe. Was es wohl damit auf sich hat?


"Mademoiselle Oiseau und die geheimnisvollen Briefe" ist die zweite Geschichte um die bezaubernde Dame mit den vielen Katzen. Wie schon in ihrem ersten phantasievollen Plot schafft es die Autorin Andrea de La Barre de Nanteuil auch dieses Mal wieder, die kleinen und ebenso auch großen Leser zu begeistern. Ihrem Schreibstil bleibt sie dabei selbstverständlich treu, was sollte man auch an der beinah poetischen Art, den farbig anmutenden Beschreibungen oder dem Hauch von französischem Leben ändern. Die Fortsetzung der ersten Geschichte ist dabei noch einen kleinen Tick geheimnisvoller. Die junge Protagonistin scheint in der Zwischenzeit an immer mehr Selbstvertrauen zu gewinnen. All das macht "Mademoiselle Oiseau und die geheimnisvollen Briefe" zu einer tollen Geschichte, die man im Übrigen auch unabhängig vom ersten Teil lesen könnte. Aber allein bei der Aufmachung des Buches nicht denkbar. 


Genau wie im ersten Teil unterstützen die Geschichte wundervolle Illustrationen im französischen Flair von der schwedischen Modedesignerin Lovisa Burfitt. Farbenfroh, geheimnisvoll, abwechslungsreich, märchenhaft und vor allem voller Phantasie, so könnte man dieses Buch bezeichnen. Eine Geschichte über Freundschaft, die nicht unbedingt immer dort zu finden ist, wo man sie als erstes erwartet. Eine Geschichte über Selbstvertrauen, die zeigt, dass man vieles schaffen kann, wenn man nicht nur anderen sondern insbesondere sich selbst vertrauen kann. Wenn man auf seine innere Stimme und ganz besonders auf sein Herz hört, dann werden Dinge möglich, die man so nie erwartet hätte. Eine zauberhafte zweite Geschichte ist dabei entstanden und es bleibt zu hoffen, dass es nicht die letzte aus der Feder von Andrea de La Barrre de Nanteuil gewesen ist.

Andrea de La Barre de Nanteuil wurde 1976 in Frankreich geboren. Sie lebt und arbeitet in Paris als Public Relations Managerin eines Modehauses. Ihre Geschichten schreibt sie am liebsten an ihrem Küchenfenster, mit Blick auf Paris, manchmal auch auf das Grau der Stadt. Inspirationen für "Die Geschichte von Mademoiselle Oiseau" holte sie sich bei ausgedehnten Spaziergängen an der Seine. 

Lovisa Burfitt ist eine der erfolgreichsten skandinavischen Illustratorinnen und auch Modedesignerinnen. Darin erkennt man ihren Stil, der sich typisiert durch Modezeichnungen. Eine klare und schnelle Linienführung mit einem Hauch von Poesie, so könnte man ihre Illustrationen umschreiben. 

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Mademoiselle Oiseau und die geheimnisvollen Briefe - Andrea de La Barre de Nanteuil
Illustration Lovisa Burfitt - Übersetzung Wiebke Ankersen - Kinderbuch ab 8 Jahren
Gebundene Ausgabe - Kleine Gestalten - ISBN 978-3-899-55756-5 - Preis: 19,90 €

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Die buchgefiederte Rezension des ersten Teils findet ihr hier.



Montag, 4. Juli 2016

"Das zutiefst ersehnte Wiedersehen mit einem geliebten Menschen ist ein Sonnenaufgang in unseren Herzen, dessen Morgenröte uns einen strahlenden Tag verspricht."



Motto der Woche


Aphorismus von Manfred Poisel

Abschiede sind etwas furchtbares, oder? Aber so schlimm sie uns zunächst erscheinen mögen, so sehr können wir uns auf das Gegenteil konzentrieren. Ein Wiedersehen. Auch nach sehr langer Zeit, nach Jahren vielleicht sogar Jahrzehnten kann uns so ein Wiedersehen strahlen lassen. Unsere innere Sonne zum Vorschein bringen. Wie äußert sich das? Vielleicht in dem man dann bereits Wochen vorher mit einem breiten Grinsen im Gesicht herumläuft, jedem erzählt, wen und besonders wann man ihn wiedersehen darf. Oder man gackert nur noch ohne Punkt und Komma. Die innere Unruhe kehrt sich dann plötzlich nach außen. Man bekommt schwitzende Hände, hat das Gefühl als wolle man Platzen vor lauter Freude. 


Für Außenstehende scheint man dann ein wenig verrückt, beinah kindisch und albern. Besonders für die, die nicht genau wissen, warum man sich so verhält. Und doch erkennen auch sie die Leichtigkeit, die Einzug in unserem Leben gehalten hat, weil man sich auf etwas so sehr freut. Es wird nachgefragt und dann rückt man vielleicht mit der Sprache heraus. Im besten Fall freuen sie sich dann mit und wünschen einem, dass dieses erhoffte Wiedersehen auch wirklich eine Art Sonnenaufgang werden wird. Aber selbst wenn nicht alles eintrifft, was man sich für dieses Wiedersehen wünscht, so bleibt trotzdem diese Verbundenheit. Man hat erneut eine gemeinsame Zeit zusammen verbracht. Eventuell nur ein paar Tage, dafür aber so intensiv wie möglich.

In diesem Moment bin ich genau in diesem gackernden, verrückten Zustand. Nun ja, eigentlich hält dieser Zustand schon sehr lange so an, ich hab es nur nicht jedem auf den hübschen Schnabel gebunden. Im Nestchen bereiten wir uns auf ein wirklich großes Wiedersehen vor. Genaueres werdet ihr erst nach diesem erfahren, dann aber sicher mit sehr vielen ausführlichen Beiträgen. Falls es mir gelingt, alles in gut verständliche Worte zu packen und nicht einfach wild darauf loszugackern. Denn eines ist klar, der Sonnenaufgang in meinem Herzen wird definitiv so richtig genossen werden. Danach werde ich hoffentlich für Wochen davon zehren können und mich möglicherweise auf das nächste Wiedersehen freuen.

Ich wünsche euch eine tolle neue Woche mit vielen strahlenden Momenten des Wiedersehens!


Samstag, 2. Juli 2016

Flugspuren im Juni


Wie? Es sind schon 6 Monate des Jahres vorbei? Schon wieder ein neuer Monat, neue Aufgaben, neue Herausforderungen? Na dann ran, ihr Lieben! Ich zeige euch aber erst einmal bei welchen Blogs ich Halt gemacht habe im Juni. Auch hier muss ich mich selbst erneut rügen, ich habe so viel gelesen, Blogbeiträge versteht sich, weniger Bücher, und doch habe ich wenig kommentiert. Leider wird sich das aus einem ganz bestimmten Grund auch nicht im Juli ändern, aber im August dann wieder, versprochen! Ich freue mich ja schließlich auch immer wie ein Honigkuchenpferd über Kommentare in meinem Nestchen.

So nun aber genug geschwafelt, schaut doch mal:


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