Sonntag, 27. März 2016

Am Ostersonntag im Nestchen...


...versuchen wir Traditionen zu bewahren und einen alten Brauch zu begleiten, wenn auch nur als Zuschauer. Die Rede ist vom Osterreiten, einer Prozession, die ihren Ursprung bereits vor fast 500 Jahren hatte. Sie ist ein Teil der sorbisch-katholischen Bevölkerung in der Oberlausitz. Jedes Jahr am Ostersonntag ist sie auch ein Teil der Buchgefieder-Familie. Dann wird nach einem ausreichenden Frühstück und einer ca. 45 minütigen Fahrt mit der Sonne um die Wette gelacht. Sehr selten haben wir es erlebt, dass die Prozession im Regen stattfinden musste. So auch heute nicht. 


Freitag, 25. März 2016

Fantastische Malwelten - Angelika Stubner


"Guck mal, hier gibt es Malbücher für Erwachsene! So ein Blödsinn, als ob die sich hinsetzen würden und anfangen etwas auszumalen!" - Das war die Einschätzung eines Mädchens im Teenageralter auf der Leipziger Buchmesse. Ist dem wirklich so? Malen Erwachsene nichts mehr aus? Warum eigentlich nicht? Soll dieser Trend doch auch der Kreativität, Entspannung und Geduld förderlich sein.

Als ich dieses Buch in den Händen hielt, war mir bewusst, dass der kreative Malhype bis dato vollkommen an mir vorbeigerauscht war. Neugierig war ich trotzdem. 

Dem Buch liegt gleich zu Beginn ein Zettelchen bei. "Ich bin ein Malbuch für jedes Alter!" Beim erstmaligen Blättern stelle ich fest, dass diese Aussage sehr treffend ist. Neben einigen Zeichnungen, die durchaus für Kinder geeignet sind, gibt es Seiten, die sogar sehr ins Detail gehen, sehr filigran erscheinen. Stelle man sich nun die Zielgruppe für eigentliche Ausmalbücher vor, so hätten die kleinen Künstler hier schwer dran zu arbeiten. Es ist daher weniger verständlich, dass dieses Buch bei einer Zielgruppe ab 5 Jahren im Bücherregal stehen soll. Selbst Erwachsene, die nicht mit einer ausdauernden Geduld gesegnet wurden, werden hier vielleicht auch mal den Stift zur Seite legen müssen. Das ist keinesfalls negativ zu bewerten, zeigt aber, dass die erste Botschaft des Buches durchaus treffend erscheint.


Das schöne an dem Malbuch ist, dass man selbst sein eigenes Buch erschafft. Mit Zeit, Geduld und ganz viel oder auch weniger Farbe. Am Ende steht ein kleines künstlerisches Meisterwerk, bei dem nicht nur die Illustratorin ihren Stift im Spiel hatte, sondern auch als weniger begabter Mensch das Gefühl hat, etwas erschaffen zu haben. Mit ihren Zeichnungen öffnet Angelika Stubner uns verschiedene Welten zu Tieren und Pflanzen, bei denen man hier und da sogar zweimal hinschauen muss, bevor man diverse Kleinigkeiten in den Zeichnungen erkennt. So finden sich neben offensichtlich schuhverliebten Elfen, auch Schafe mit grandiosen Wollfrisuren, ein Kaktus mitten im Garten genauso wie aus Blättern und Blüten entstandene Bären. So trägt das Buch seinen Namen zu recht.


"Fantastische Malwelten" ist in erster Linie für ältere Kinder und Erwachsene zu empfehlen. Die sehr oft sich wiederholenden Pflanzenteile wie beispielsweise Blätter und Blüten sind eine enorme Herausforderung an die Geduld. Rein zeitlich gesehen, sollte der kreative Teil nicht überschätzt werden, denn die Seiten sind vergleichsweise groß im Gegensatz zu herkömmlichen Ausmalbüchern. Spezielle Stifte werden nicht benötigt. Sollte man aber einen gewisse Motivation besitzen und die besonders filigranen Zeichnungen unterschiedlich ausmalen wollen, so dass ein kleines Kunstwerk entstehen kann, sollte man mehr als die üblichen Farben zu hause haben. Für den Anfang reicht aber der übliche Satz von 12 - 24 Farben vollkommen aus. 

Angelika Stubner ist neben ihrer Arbeit als Illustratorin, hauptsächlich von Kinderbücher, auch selbst als Autorin tätig. Besondere Schwerpunkte ihrer Arbeit liegen in der Erschaffung von Bilderbuchcharakteren und dem Entwerfen von Bilderbuchgeschichten. Mit ihrem Kinderbuch "Das geheime Buch vom Weihnachtsmann" konnte sie erstmals beide Tätigkeiten, schreiben und illustrieren, miteinander vereinen. Mit ihrem Malbuch für jedes Alter geht sie einen Schritt weiter und animiert auch Erwachsene, sich ihrer Fantasie wieder bewusst zu werden.

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Fantastische Malwelten - Angelika Stubner - Ausmalbuch für jedes Alter 
Loewe Verlag - ISBN 978-3-785-58443-9 - Preis: 8,95 Euro (D)
Altersempfehlung des Buchgefieders: ab 8 Jahren





Dienstag, 22. März 2016

Buchgefieder meets...Leipziger Buchmesse 2016


Eine Messe der Begegnungen sollte diese Buchmesse werden. Wenige Termine sollte sie beinhalten und die Freude am Buch im Vordergrund stehen. Ich habe es geschafft. Sicher bin ich auch ab und zu durch die Hallen gesaust, damit ich eine Lesung nicht verpasse oder noch schnell eine Signierung nachholen kann. Dennoch habe ich einige neue Gesichter in meiner "Auflistung" dabei. Blogbetreiberinnen, die ich schon länger lese oder erst seit kurzem. Über diese Begegnungen habe ich mich sehr gefreut und sie hatten alle eins gemeinsam. Alle waren durchweg positiv. Wir Blogger sind schon ein lustiges Völkchen...Einige der Bilder sind leicht verschwommen oder unscharf. Ich Held, habe am Tag der meisten Treffen, also dem Buchmessesamstag, meine Speicherkarte in der Pension liegen lassen. Also musste das Handy herhalten. Lieber Jack, ich finde ja nicht, dass mein Handy tolle Aufnahmen macht. ;) Aber seht selbst...

Montag, 21. März 2016

Ein Messe-Märchen...


...es war einmal ein kleiner beinah unbedeutender Satz, der packte seine Koffer, um in ein fernes Land namens Leipziger Buchmesse zu reisen. Er hatte so viel gehört von diesem sagenhaften Land, in dem es von Wörtern, Sätzen, ja gar ganzen Büchern nur so wimmeln sollte. Was würde er erleben? Wen würde er sehen? Waren die Büchermenschen ihm freundlich gesinnt? Würde am Ende seiner Reise mehr stehen, als nur dieser eine Satz?


Mit großem Staunen setzte er sich Buchstabe für Buchstabe in der Glashalle in Bewegung und traf sogleich auf eine sehr grimmig schauende Herzkönigin. Er war irritiert. War hier eine bestimmte Etikette erwünscht? Wie sollte er sich verhalten? Würde diese Königin ihm nach dem Bücherleben trachten, seine Träume gleich zu Beginn zerstören? Doch der Hutmacher strahlte ihn an und sagte: "Willkommen im Bücherwunderland, kleiner Satz!"


Voller Mut setzte der Satz sich in Bewegung und vernahm im Getümmel der Büchermenschen viele weitere Sätze. Er wollte ihnen folgen, doch sie waren so schnell und in unterschiedliche Richtungen unterwegs, dass er sich sogleich nicht entscheiden konnte, wohin er gehen sollte. Vollkommen durcheinander traf er auf einen kauzigen Kerl. War das etwa ein Pirat? Vielleicht entsprungen aus einem Abenteuerroman? Der kleine Satz war sehr aufgeregt, als Jack ihn ins Visier nahm. "Na? Du kleiner Satz? Hast du denn keine Angst, so allein, auf dieser Buchmesse?" Der Satz schüttelte all seine Buchstaben, die daraufhin hilflos durcheinander purzelten. "Das ist beeindruckend unhilfreich.", stellte Jack fest und half dem Satz sich wieder zu sortieren.


Dem Satz wurde ganz bang und er eilte hinfort von all den Abenteuern und hin zu märchenhaften Geschichten für große und kleine Leser. Fasziniert von Prinzessinnen, Einhörnern und Elfen traf er die bezaubernde Cinderella. Er strahlte sie an und bat sie, ihm zu sagen, was er denn machen muss, damit er Teil eines wunderbaren Buches wird. "Lass dir das Träumen nicht verbieten, kleiner Satz.", antwortete sie knapp und entschwand in ihrem traumhaften Gewand in eine andere Halle.


Lange sah er ihr nach und bemerkte nur langsam ein kleines Geräusch zwischen seinen Buchstaben. Was war das? War es möglich, dass auch ein kleiner Satz so etwas wie Hunger empfand? Finde es heraus, schienen ihm seine Buchstaben zu flüstern. Wie gut, dass genau in diesem Moment ein rotes Auto heranbrauste und sich ihm mit seinen Köstlichkeiten darbot. Die Buchstabenseele des kleinen Satzes war schnell zufrieden gestellt. Doch was machte er gegen den Lesehunger?


Wieder vernahm er viele andere Sätze. Sie schienen ihn zu rufen und warteten doch nicht auf ihn. Er musste sich beeilen und bei seinem hastigen Buchstabenwechsel hätte er beinah zwei finstere Gestalten übersehen, die sich ihm in den Weg stellen wollten. Erschrocken bremste er und schaute in die grimmigen Augen einer Elbin und ihrem Schöpfer. Was wollen die beiden bloß von einem so kleinen Satz wie mir? Sie könnten doch viel Größere haben! Noch während er dies dachte, änderten sich die Blicke der beiden. Sie lächelten, wenn auch nur schwach, doch es war ausreichend, um den kleinen Satz eine neue Bedeutung zu verleihen. Er hatte das Gefühl, er wäre nicht unbedingt länger, aber aussagekräftiger geworden.


Gestärkt durch diese kurze Begegnung vernahm er eine fröhliche Stimme. Draußen war es kalt und regnerisch, aber hier drinnen sang doch tatsächlich jemand vom Sommer. Ein kleiner weißer Kerl in Begleitung zweier wunderschöner junger Damen kam ihm entgegen. Der kleine Satz konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Was bitte wollte ein Schneemann mit Sommer? "Manche Menschen sind es wert, dass man für sie schmilzt" Dieser Satz drang ganz leise an sein Ohr. Noch bevor er diesen Satz fangen konnte, war der kleine Buchstabenreigen erneut allein. 


Langsam merkte der kleine Satz, das ihm jedes einzelne Zeichen zu schmerzen begann. Warum nur konnte er sich nicht mit den anderen Sätzen vereinen? Warum waren sie alle so schnell? Leicht ausgelaugt lies er seine mehr als vier Buchstaben auf eine wirklich sehr bequem aussehende Couch plumsen. Um in herum sah er lauter bunte Buchstaben. Gemütlich war es hier.


Der kleine Satz bemerkte, dass ihn jemand beobachtete. Ein kleiner Lesefuchs lugte hinter einer Pflanze hervor und schaute ihn an. "Du siehst buchstäblich niedergeschlagen aus!", meinte das kleine Kerlchen. Der Satz versuchte zu nicken, doch es gelang ihm nicht. Da hüpfte der kleine Lesefuchs hinter der Pflanze hervor und flüsterte dem Satz nur ein kleines Zitat ins Buchstabenohr. Daraufhin lächelte der kleine Satz.


Freudig verließ der kleine Satz nach vier Tagen das Bücherwunderland und war sich sicher, dass er mehrere Sätze finden würde, die mit ihm ein Buch bilden. Vor der Leipziger Buchmesse kam er sich doch etwas klein und unbedeutend vor und dann sagte ihm der Lesefuchs diesen einen für ihn so bedeutsamen Satz:

"Wegen eines Satzes lohnt es sich ein Buch zu kaufen."


 Aphorismus von Manfred Hinrich


Freitag, 18. März 2016

Krummbüchel und die Baustelle des Lebens - Ulrich List


Was kann Lyrik? Muss es immer blumig sein oder passt gar auch ein Bauarbeiter namens Krummbüchel in ein Gedicht? Kann man mit lyrischen Texten ein Leben erzählen? Braucht es eine Ambition um solche Texte zu mögen?

Ulrich List ist 75 Jahre alt und entschied sich im Alter von 60 Jahren, sein Leben neu zu ordnen. Mit seinem Gedichtband "Krummbüchel und die Baustelle des Lebens" und den darin zuweilen nachdenklichen, aber auch humoristischen Gedichten ist ihm ein tolles Buch mit einer Art Biografie des Herrn Krummbüchels in Versform gelungen. Krummbüchel seines Zeichens Bauarbeiter und echter Kölner Jung zeigt uns verschiedene Etappen seines Daseins. Stellt er sich anfangs vor, so kommt er kurz darauf sogleich auf die Themen Liebe, Begegnungen, Natur und Gesellschaft, um uns dann dichterich von der Nahrungsaufnahme, den Reisen oder gegen Ende kölsche Texte zu erzählen.



Muss man Lyrik mögen, um zu diesem Band zu greifen? Es ist sicherlich nicht hinderlich, aber auf jeden Fall nicht notwendig. Die Gedichte haben eine Kurzweil, einen Esprit, sind nicht immer provozierend, aber vor allem doch sehr tiefgründig. Parallelen zum eigenen Leben sind nicht gewollt, aber werden wohl bei jedem Leser in einer oder mehreren Zeilen zu finden sein. Gerade das macht den Gedichtband so spannend. Hier wird nicht schnörkelig von Liebe oder anderen Dingen berichtet, die sich am besten in einem Gedicht abhandeln lassen. Nein, hier wird das Leben, wie es ist, einfach in Verse gefasst, die sich sehr häufig reimen, dies aber nicht müssen.



In diesem Buch haben es einige Gedichte geschafft, dass ich, die sich nicht wirklich viel mit Lyrik beschäftigt, Seite um Seite geblättert hat. Dabei ein Schmunzeln oder innerliches Nicken nicht vermeiden konnte und am Ende sogar eine Art "Lieblingsgedicht" hatte. Was irgendwie die falsche Bezeichnung ist, denn jedes einzelne Gedicht ist ansprechend, faszinierend und ehrlich zugleich. Und doch klingt "Das Meer und die Liebe" einfach in mir nach. Das Cover des Buches ist mehr als nur ansprechend, es zeigt eine Art Abbild des Gesichtes des Autors. Dies wird unterstützt von der Farbe des Buchdeckels. Ein wirklicher Eyecatcher unter den Gedichtbänden. Wäre dieses Buch ein Roman, so würde ich ihn ganz klar als echten Pageturner bezeichnen. Für diese Art von Lyrik jedoch finde ich diese Bezeichnung wenig ausreichend. Es ist vollkommen ungeschminkt, berührend, zuweilen auch etwas skurril und doch tiefgründig.

Ulrich List wurde 1940 in Köln geboren. Er ist ein Ur-kölsches Original. Als Gärtnermeister hat er in seinem Leben nicht nur in der Natur Gärten angelegt und gepflegt, auch in seinem Leben hat er immer wieder etwas mit frischen Mut angepflanzt. Heute lebt der Kölner auf Mallorca, wo er sich vor allem Krummbüchels Erlebnisse, die sehr wohl auch seinen eigenen ähneln, von der Seele schrieb. Seine Sehnsucht nach der Heimat treibt ihn immer wieder nach Köln. Vielleicht findet er sowohl auf Mallorca, als auch in Köln, die Muse für einen neuen Garten in seinem Leben.

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Krummbüchel und die Baustelle des Lebens - Ulrich List
Gedichtband - Edition Fredebold - ISBN 978-3-944-60718-4 - Preis: 11,90 Euro (D)

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.


Donnerstag, 17. März 2016

Messeimpressionen - Tag 1


Da sitze ich in meinem Ersatznestchen in Leipzig und mir fällt auf, dass ich heute mal so richtig faul war. Faul mit fotografieren, faul mit Verlagsgesprächen und auch faul mit Autorengesprächen. Und wisst ihr was, mir hat es gefallen. Auch wenn ich gleich heute morgen in der ersten Messehalle dachte: "Hm, was mach ich denn jetzt, wo fange ich an, mit meinem Messebummel?". Auch wenn ich euch jetzt nicht all zu viele Highlights meines ersten Messetages zeigen kann, so bin ich doch sehr zufrieden mit mir und meinem Tag.

An einem war ich nämlich so gar nicht faul. Ich habe mich an mein Vorhaben gehalten und so viele Menschen wie nur möglich umarmt und mit meinem Geschnäbel vollgezwitschert. Es war herrlich! So viele tolle Bücherwürmer habe ich getroffen. So viele Umarmungen erhalten und geschenkt! Eine Art von Klassenfahrtfeeling, um mal Sandra zu zitieren! Nur an den Erinnerungsfotos muss ich noch arbeiten. Das wird dann die morgendliche Aufgabe sein. 


Die Sonne lachte am ersten Tag der Buchmesse!




Eigentlich wollte ich Kerstin Groeper fotografieren, hab ich ja irgendwie auch, nur leider mit dem falschen Fokus. Aber ich finde das Bild trotzdem schön!



Und hier seht ihr das Wohnzimmer von Lovelybooks. Sehr gemütlich! Schaut doch einfach mal vorbei, wenn ihr auf der Messe seid. 

Ich weiß, die Auswahl ist eher dürftig. Ich gelobe Besserung. Morgen! Dann aber wohl sehr spät, denn ich habe vor, mich abends zu gruseln...bei der Kriminacht. Nun kuschel ich mich erst einmal in mein warmes Ersatznestchen und freue mich auf morgen. Der Freitag wird wohl auch zum Knuddeltag mutieren!


Mittwoch, 16. März 2016

Mein Lesezeichen-Flow - Update 7


Bevor ich mich auf den Weg nach Leipzig mache, lasse ich euch endlich die nächsten sieben Lesebegleiter da. Die letzte Woche war doch etwas anstrengend, so dass ich total vergessen habe, meine Kreationen zu fotografieren. Jetzt hab ich den Salat und muss schon wieder einiges aufarbeiten bzw. eine bestimmte Ordnung beibehalten, nicht dass sich eines der Lesezeichen zum zweiten Mal fotografieren lässt oder noch schlimmer, eines vergessen wird. 

Von den nachfolgend sieben Lesezeichen, haben es ganze sechs Stück im Buchmesse-Casting in die Tüte geschafft. Aber in welche, dass müsst ihr selbst herausfinden, sofern ihr auf der Buchmesse in Leipzig seid. Allen anderen sei gesagt, dass in den kommenden Wochen sicher das ein oder andere Lesezeichen überraschend das Nestchen verlassen wird und das nicht nur in Richtung Shop.

Doch nun genug gequasselt, hier die ersten vier Kreationen.


Ja, ich habe es mir auch wieder etwas einfacher gemacht, warum auch nicht. Die ersten Drei sind einfach aber hübsch. Das vierte Lesezeichen ist aus Motivkarton und wurde mit Washi Tape verschönert.


Bei diesen drei hatte ich wieder Hilfe von Frau Naumann, wenn ihr versteht...Mittlerweile liebe ich es, mir ihr solche Lesebänder zu erschaffen. Zeitlich ist es auch nicht weiter dramatisch, so dass wir immer ein paar Minuten finden.

So und nun seid ihr wieder an der Reihe. Gibt es einen Favoriten? Oder findet ihr alle gut oder doof? Immer raus damit!

 

Montag, 14. März 2016

Auf nach Leipzig! oder Wie habt ihr ein Blinddate mit einem Lesezeichen?


Diese Woche ist es soweit. In wenigen Tagen öffnet die Leipziger Buchmesse ihre Türen für die vielen Bücherbegeisterten. Das Buchgefieder wird natürlich wieder mittendrin sein, zwischen all dem tollen neuen Bücherduft, den Lesungen, den Bloggertreffen, den Umarmungen und weiß der Geier, was noch so alles passieren wird. Donnerstag und Freitag werde ich allein durch die Hallen schreiten und am Samstag und Sonntag habe ich tatkräftige Unterstützung von meinem Teeniegefieder.


Ich habe mich entschieden in diesem Jahr dem "normalen" Besucher die meiste Zeit wieder ähnlich zu sein. Das soll heißen, dass ich mir so wenig wie möglich feste Termine ausgemacht habe. Ich will schlendern, bummeln, zwischen all dem tollen Buchgeruch. Ich will Lesungen lauschen, Autoren neu entdecken. Bekannte Autoren mit meiner Anwesenheit erfreuen. Einfach hier haltmachen und dort ein gutes aber zwangloses Gespräch führen, vollkommen ohne Stress. Diese Messe soll von Begegnungen geprägt sein und das besonders auch von ungeplanten.

Geht das denn? Ohne Stress?

Es wird nicht ganz ohne selbigen gehen, das ist mir bewusst. Aber ich werde versuchen, diesen Stress auf ein Minimum zu reduzieren. Gerade Frankfurt hat mir gezeigt, wieviel man verpasst, wenn man von einem Termin zum nächsten hetzt. Im Vorbeigehen liebgewonnenen Bloggerkollegen einfach nur kurz winken und zulächeln, das reicht mir nicht. Wieviel Stress diverse Bloggertreffen einem machen können, wie wenig Platz zum Atmen und verständlicherweise wenig Plauderzeit dort dann manchmal ist. Auch das soll nicht meine Buchmesse in Leipzig auszeichnen. Vielmehr soll diese mir sehr vertraute, weil nicht so weit vom Nestchen entfernte, Buchmesse als Messe der Begegnungen im Gedächtnis sein. Begegnungen mit Autoren und ihren Büchern, mit Verlagen, mit Bloggern und mit all den liebevoll verrückten Bücherwürmern.

Feststeht, ich werde mir liebgewonnene Autoren mit meiner Anwesenheit bei ihren Lesungen beehren. Ich werde an den ein oder anderen Stand gehen, an dem liebe Verlagsmenschen ihre Arbeit tun. Ich werde ihnen ein Lächeln vorbeibringen und nette Worte natürlich auch. Bloggertreffen werde ich größtenteils meiden, die ein oder andere Ausnahme sei mir da gestattet. Aber auch die Freiheit kurzfristig zu entscheiden, dass ich doch nicht teilnehme. Ich weiß, dass ich die Menschen, die ich treffen möchte oder die mich treffen möchten, auch so mitten im Gang, an einem Verlagsstand, bei einer Lesung oder gleich zu Beginn am Eingang treffen werde. Da scheint es eine Art Magnetismus zu geben. ;) Also eigentlich keine Angst vor verpassten Situationen, in denen man hätte Bäume umarmen können oder einen gemeinsamen Kaffee schlürft, der bei mir Tee heißt, oder Wasser. Wer dennoch eine gewisse Unsicherheit hegt, ob er denn nun auf diesen verrückten Büchervogel, der ich bin, treffen wird, der darf mir selbstverständlich gern eine Mail an buchgefieder@gmail.com schicken. 

Mein Flugplan:

Donnerstag, 17. März 2016

 
11:00 Uhr Lesung Kerstin Groeper Lesebude 2
13:30 Uhr Lesung Sarah Bosetti - Forum Literatur + Hörbuch Halle 3 / B500
14:30 Uhr Lesung Federica de Cesco - Musikcafé Halle 4 / A401
 

Freitag, 18. März 2016

 
08:45 Uhr Frühstück mit lieben Bloggerfreunden!
12:00 Uhr Bloggertreffen Papiergeflüster - Bloggerlounge
12:30 Uhr Bettina Börgerding - Lesetreff Halle 2 - G501
14:00 Uhr Lesung Ivo Pala & Franziska Fröhlich - Leseinsel Fantasy Halle 2 / H309
17:00 Uhr Bloggertreffen Rowohlt Verlag - Verlagsstand
19:00 Uhr Kriminacht - Landgericht
 

Samstag, 19. März 2016

 
10:30 Uhr "Roter Vogel erzählt" - Forum Literatur Halle 5 / K600
14:00 Uhr Lovelybooks Leser- und Bloggertreffen


Sonntag, 20. März 2016

 
12:30 Uhr Lesung und Gespräch mit Michael Koch und Kerstin Groeper zu "Ein Leben für die Freiheit - Leonard Peltier und der indianische Widerstand" Halle 5 / C200

Bevor ihr jetzt ein paar Fragezeichen im Kopf habt, will ich euch erklären, warum einige Punkte fett hinterlegt sind und andere nicht. Die markierten Veranstaltungen werde ich auf jeden Fall besuchen, da sie mir sehr wichtig sind. Die anderen sind zwar auch wichtig, aber wenn sich unerwartet etwas anderes ergeben sollte, beispielsweise, dass ich jemandem von euch im Gang begegne, dann werde ich diese Veranstaltungen auch sausen lassen. Einfach so!

Ach ja, da war noch was. Immer wieder lese ich, was Autoren, Verlage und mittlerweile auch Blogger für Goodies dabei haben. Diese dann freudig strahlend an jeden verteilen, der danach fragt. Ich hab ja immer nur olle Visitenkarten dabei gehabt, auf den Buchmessen, die ich bisher besucht habe. Dieses Jahr ist das in Leipzig anders. Diese Tütchen werde ich dabei haben. 


Was da drin ist? Wenn ihr fleißig meine Blogbeiträge verfolgt, dann muss ich das nicht näher erklären. Wer es nicht weiß, der wird mich wohl auf der Buchmesse einfach ansprechen und danach fragen müssenKleiner Hinweis...es hat mit meinem 365-Tage-Projekt zu tun. ;)

Freitag, 11. März 2016

Ronja Räubertochter - Astrid Lindgren


Wenn der Frühling seine ersten Strahlen sendet, ist es Zeit ihn zu ermutigen, weiter zu machen und den kalten Herrn zu verdrängen. Dann ist es gut, sich den Winter aus dem Leib zu schreien, die Frühlingsboten zu bewundern. Ein kleines tapferes Mädchen tut genau dies, in jedem neuen Frühling, der sich ihr entgegenstreckt.
 

Ronja wird in der Mattisburg geboren. Sie ist zusammen mit ihrer Mutter allein unter den rauen und doch auch sehr liebenswerten Räubern der Mattissippe. Doch die Burg auf der die Räuber leben wurde von einem gewaltigen Blitzeinschlag einfach in zwei Hälften geteilt. Zum Entsetzen muss Mattis, Ronjas Vater und seines Zeichens Räuberhauptmann mit ansehen, wie Borka, ein verfeindeter Räuberhäuptling den anderen Teil seiner Mattisburg in Beschlag nimmt. Ronja, die mit der Räuberei nichts am Hut haben will und sich lieber zwischen Tieren und Pflanzen im Mattiswald aufhält, trifft unerwartet auf Birk Borkasohn. Die beiden beschließen eine Art Geschwisterschaft. Doch was werden die beiden Räuberbanden von diesem Bündnis halten? Was wird passieren, wenn Mattis erfährt, dass Ronja bereit ist, sich schützend vor Birk zu stellen?



Astrid Lindgren hat viele wundervolle Geschichten für Kinder geschrieben, die sich durch Mut, Freude, Hoffnung und ganz viel Liebe auszeichnen. "Ronja Räubertochter" ist eines dieser Meisterwerke, die man gelesen haben sollte. Die Geschichte um die kleine zuweilen sehr mutige, wenn auch sehr eigensinnige und doch vor allem liebevolle junge Räuberstochter transportiert eine Menge und das nicht nur zum kindlichen Leser. Auch Erwachsene haben ihren Spaß an der Protagonistin. Ronja ist wie ein Stück Kindheit, dass man sich für immer bewahren möchte. Ihr Wald ein ewiger Spielplatz unserer jugendlichen Gedanken. Ihr Stolz, ihr Mut und ihre Loyalität sind wunderbare Werte für kleine und große Abenteurer. Die Figuren, die Astrid Lindgren neben ihre Hauptdarsteller Ronja und Birk gestellt hat, sind zuweilen so skurril, dass man sich fragt, ob ihr Räuberleben wirklich von reicher Beute beschert ist. Dass das nicht so wichtig ist, sondern die Gemeinschaft an sich, das Vertrauen untereinander im Vordergrund steht, wird einem sehr schnell klar und das ganz ohne einen erhobenen Zeigefinger. Diverse Sagen- und Fantasiegestalten huschen durch die Szenerie im Mattiswald und hauchen der Geschichte etwas Mystik ein. So ist die Geschichte perfekt auch für kleine Abenteurer, die nichts mit Mädchenkram am Hut haben. Überhaupt ist "Ronja Räubertochter" ein vollkommen zeitloses Werk für die ganze Familie, perfekt für den heimeligen Abend zum Frühlingsanfang.

Astrid Anna Emilia Lindgren wurde 1907 bei Vimmerby in Schweden geboren. Ihre Bücher erreichen in der Gesamtauflage mehr als 145 Millionen Stück. Sie zählt zu den bekanntesten Kinderbuchautoren der Welt. Werke wie "Pippi Langstrumpf", "Michel aus Lönneberga", "Mio, mein Mio" und "Kalle Blomquist" dürften jedem ein Begriff sein. Eigentlich hatte Astrid Lindgren nie richtig vor Schriftstellerin zu werden. Nach dem sie einige Kurzgeschichten veröffentlicht hatte, widmete sie sich ihrem ersten größeren Werk. Heute beinah unvorstellbar, wurde die Geschichte um eine freche Seemannstochter zunächst abgelehnt. Motiviert durch eine andere Geschichte, mit der sie den zweiten Platz bei einem Schreibwettbewerb gewann, versuchte sie die überarbeitete Version von "Pippi Langstrumpf" an den Verlag zu bringen und gewann damit den ersten Platz. Ihre Figuren finden sich auch heute noch in den Kinderzimmern der Welt. Die Schriftstellerin, die nach eigener Aussage, Kinder mehr liebte als Männer, zählt auch nach ihrem Tod im Jahr 2002 zu den Lieblingsautorinnen im Nestchen.

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Ronja Räubertochter - Astrid Lindgren - Gebundene Ausgabe
Oetinger Verlag - ISBN 978-3-789-12940-7 - Preis: 14,90 €
Für Kinder zum Vorlesen oder ab 10 Jahren zum Selberlesen empfohlen!

Montag, 7. März 2016

"Wenn Worte wie warmes Licht im Dunkeln sind, dann wird es im Herzen nie Nacht."


Motto der Woche



Aphorismus von Rita Kubla

Worte können so viel bewirken, wenn es die richtigen sind. Wenn sie unseren Gegenüber genau da treffen, wo sie hinsollen. In sein Herz. Dann wird selbst das traurigste, wütendste und kühlste Herz ein wenig wärmer. Taghell ist es in vielen Herzen dann sicherlich immer noch nicht, aber wir sollten wenigstens versuchen, etwas Helligkeit in diese Herzen zu zaubern. 

Mit Worten kann man so viel Unmut auslösen. Sie können verletzen und zerstören. Der, der sie so nutzt, hat es nicht verstanden, sich sein Licht im Herzen zu bewahren. Vielleicht hat er auch nie diese warmen Worte empfangen, die wenigstens ein kleines Flackern in ihm ausgelöst hätten, vielleicht wollte und will er dies aber auch nicht zulassen. Ist es dann nicht besser, sie im Dunkeln zu lassen, diese Menschen?


Jeder Versuch lohnt sich, mag die Chance auf etwas Helligkeit auch noch so klein sein. Bemühungen sind wichtig, damit auch unser inneres Leuchten nicht erlischt. Denken wir an Worte, die wir empfangen haben, die unser Herz getroffen haben und schienen sie auch noch so banal. Es ist nicht wichtig große Worte zu finden. Es ist wichtig, Worte zu suchen, die das Herz berühren oder wenigstens Denkanstöße liefern. Vielleicht braucht der eine länger um sein Licht zu finden, vielleicht finden es einige nie. Aber wichtig ist, dass es genug Menschen gibt, denen es wichtig ist, dass auch andere nicht nur Nacht im Herzen empfinden, die es schaffen, mit einfachen aber liebevollen Worten ein warmes Licht zu zaubern.

Ich wünsche euch eine tolle neue Woche. Möge euer Licht immer leuchten und möge es nie Nacht werden in euren Herzen!

Mein Motto der Woche ist mit unserem Foto der Woche gekoppelt. Diese Aufnahme stammt vom Teeniegefieder. Herr Eos und sie entwickeln sich langsam zu einen tollen Team.


Sonntag, 6. März 2016

Eine Lesung im Bärenzwinger


Pünktlich zum Erscheinen der Elbenthal-Chroniken am 04. März 2016 fand im Dresdner Bärenzwinger die Premierenlesung mit Ivo Pala, Franziska Fröhlich und dem Dresdner Buchverlag statt. Die Lesung stand ganz im Zeichen der Figuren aus Midgard, einer Welt die unter dem historischen Elbflorenz liegt. So war es nicht verwunderlich, dass man sich in eine eher mittelalterliche Zeit zurück versetzt fühlte, als man den Vorplatz des Bärenzwingers betrat. Begrüßt mit Sekt oder Saft, konnte das bunte Treiben beginnen. 


Den Anfang machte Amrei, eine Feuerkünstlerin aus der Familie Funkelfix. Sie beeindruckte die Zuschauer mit ihrem Feuertanz, der auch einen Feuerreifen in Hula-Hoop-Manier einschloss. Begleitet durch passende Musik war dies der Beginn einer Reise in eine Welt, die so fantastisch ist, dass sie Zauberer, Elben, Sirenen, Gargoyles, Drachen und vieles mehr in sich vereint. 


Danach konnte man im kalten Gemäuer des Bärenzwingers bewaffnet mit einem heißen Tee, Kaffee oder Glühwein den Worten der beiden anwesenden Autoren lauschen. Zunächst begann Ivo Pala damit aus den Elbenthal-Chroniken vorzulesen und uns von Lau'Ley zu berichten. Einer Sirene, die mit einem Problem zu kämpfen hat, dass für die Wesen um sie herum zur tödlichen Gefahr werden könnte. Danach las Franziska Fröhlich Passagen aus ihrem Kurzroman, der sich mit Raik dem Zauberer befasst. Beide zogen die Zuhörer in ihren Bann und es war somit nicht verwunderlich, dass einige Bücher den Verlagsstand verließen, um nach dem ersten Teil der Lesung signiert zu werden. Eine buchgefiederte Rezension zum Buch findet ihr hier.


Katharina Salomo vom Dresdner Buchverlag hatte dann noch ein kleines Highlight im Gepäck. Christian betrat die Bühne, um sich sogleich auf ihr sitzend nieder zu lassen und sich seinem Musikinstrument zu widmen. Einer Herstellung aus der Schweiz, die sich "Hang" nennt und erst im Jahre 2000 erfunden wurde. Auch wenn es den meisten sicher unbekannt gewesen sein darf, so hüllte der Klang dieses aus zwei Halbschalen bestehenden Instrumentes die Anwesenden irgendwie warm und wollig ein. 


Sowohl warm von innen als auch warm von außen konnte der Zuschauer vier Herren in Augenschein nehmen, die sich aufmachten, auf der Bühne des Bärenzwingers dem ehrenvollen Publikum ihr Können zu zeigen. Mit ihrem historischen Schwertkampf hüpften sie beinahe ungezwungen über die Bretter. Untermalt von einigen witzigen Kommentaren hatten die anwesenden Fantasyliebhaber eine Menge Spaß. Eine Show, die sicher sehr viel Training und Körperbeherrschung benötigt, aber durchaus leichter aussieht, als sie wohl letztendlich ist. Rundum sah man dem Team vom Saxenstreich an, dass sie diese Darbietung mit genauso viel Freude vortrugen, wie es schließlich beim Publikum ankam. 


Die einzelnen Showacts waren immer wieder gekoppelt mit kleinen Pausen, in denen sich die Gäste mit etwas Warmen versorgen konnten. Es war wirklich kalt...und der Tee, in der an den Lesungsraum angrenzenden Bar, ging langsam aber sicher zur Neige, als sich Ivo Pala erneut aufmachte und einen zweiten Teil der Lesung abhielt. Danach war mehr oder weniger reden, signieren, lachen, Tee trinken, Fotos machen und umarmen angesagt. Natürlich mit dem obligatorischen Bild neben dem Meister höchstpersönlich. Zusehen sind das Buchgefieder, Ivo Pala, Katja und Franziska in der warmen Bar.

...und jetzt gucken wir alle mal ganz finster! Perfekt! ;)

Als ganz persönliche Einschätzung muss ich sagen, ich habe es kältetechnisch überlebt und es war ein toller Premierenabend, der so gern wiederholt werden darf. Die Atmosphäre des Bärenzwinger passte perfekt zu den Figuren aus Midgard. Ich möchte mich ganz herzlich bei Katharina Salomo, dem Dresdner Buchverlag, bei Ivo Pala für seine Geduld, seine Frohnatur, auch wenn auf Fotos meist ernst, bei Franziska Fröhlich für ihr Durchhalten, ihr war ebenfalls sehr, sehr kalt, bei den vielen tollen Acts und den anwesenden lieben Buchmenschen bedanken, die diesen Abend zu einem tollen Erlebnis gemacht haben. So ein bisschen Heimweh nach dieser Show ist noch geblieben...


Freitag, 4. März 2016

Ivo Palas Elbenthal Chroniken - Band 1


Stell dir vor, du wärst eine Elbin unter Menschen und das im schönen Dresden. Das Reich Midgard liegt unterirdisch auch unter der Brühlschen Terrasse und zieht sich sehr weit, unvorstellbar weit. Hältst du es für möglich, dass nichtmenschliche Wesen unter uns leben, in unmittelbarer Nachbarschaft, eine Tanzschule leitend? Nein? Dann solltest du unbedingt einmal nach Midgard reisen. Du wirst sehen, es ist schwer, aus dieser Welt wieder aufzutauchen!


In seinen Elbenthal-Chroniken schreibt Ivo Pala zusammen mit den Co Autorinnen Franziska Fröhlich und Maiko Kerner neue Kurzromane zu seinen Helden und Heldinnen aus Elbenthal auf. Wer seine Elbenthal-Saga kennt, der weiß, worum es geht und alle anderen dürfen getrost ebenfalls den ersten Band der Chroniken zur Hand nehmen. Denn obwohl dem Leser der Saga die Figuren bereits vertraut sind, so hat der erstmalige Umgang mit der Welt des Elbenthals keine gravierenden Nachteile für neue Leser. Im ersten Band der Chroniken erfährt jeder, egal ob schon einmal in Midgard gewesen oder nicht, wer die Figuren in den Kurzromanen sind. Wir kommen in Kontakt mit Laurin, dem eigentlichen König der Dunkelelben, der auf der Suche nach einem neuen Gefährten ein ziemlich spannendes Abenteuer erlebt. Wir begleiten Yrr, die Wächterin Midgards, auf ihrer geplanten Urlaubsreise nach Madrid, die leider nicht ganz so entspannend ist und in der uns Wesen begegnen, die wir nur aus Stein kennen. Raik, Zauberer Midgards nimmt uns mit auf seiner Reise nach Iggdrasil, dem Weltenbaum. Wo er herausfindet, dass Odin ihm wegen einer Kreatur namens der Sturmbleiche keineswegs wohl gesonnen ist. Und begleiten in der vierten Geschichte erneut Yrr, die eher als zweite Hauptperson neben Lau'Ley, einer Sirene, kämpft. Diese ist von einem unmenschlichen Drang einer gewissen Fresssucht besessen und Yrr merkt erst spät, in welcher Gefahr sie dadurch sich selbst befindet.

 
Auch wenn die vier Geschichten von drei verschiedenen Autoren verfasst worden, so haben sie alle eines gemeinsam. Jede Einzelne ist plottechnisch sehr gut durchdacht, alle haben sehr gute Spannungsbögen, sind leicht verständlich auch für neue Leser und lassen sich klar als Pageturner bezeichnen. Die beschriebenen Figuren und Landschaften enstehen ganz von selbst vor dem geistigen Auge. Der Lesende leidet und kämpft Seite an Seite mit Elben, Zauberern, Sirenen, Adlern, Drachen und vielen fantasievollen Gestalten mehr. Die Chroniken sind so angelegt, dass sie sich auch einzeln lesen lassen. Aber einmal in Midgard, will man mehr und liest die nächste abgeschlossene Kurzgeschichte. Wobei abgeschlossen hier nicht ganz richtig ist. Denn hoffnungsvoll erwartet der Mitreisende, dass in Band 2 die ein oder andere Fortsetzung der Kurzromane zu finden sein wird. Bedingt durch diese Hoffnung, stellt sich die Neugier des Lesers ganz von allein ein und das Warten auf den nächsten Band könnte schwierig werden. Doch besonders Ivo Pala wird uns die Zeit mit anderweitiger Lektüre gut zu vertreiben wissen.

Ivo Palas Werke wurden im Nestchen schon einige Male besprochen und er möge es mir nachsehen, wenn ich in erster Linie ein paar Worte zu seinen Co-Autorinnen schreibe.

Franziska Fröhlich wurde 1987 geboren und pflegte bereits in ihrer Kindheit eine große Leidenschaft zu Büchern und zum Schreiben von Geschichten. Wen wundert es da, dass sie als Buchhändlerin tätig ist. Mit ihrer beigesteuerten Geschichte schickt sie Raik, den Zauberer Midgards auf eine abenteuerliche und spannende Reise.

Maiko Kerner wurde ebenfalls im Jahr 1987 geboren. Sie verfasst in erster Linie Sachbücher. Um sich dabei von den vielen Fakten und der Realität abzulenken, entschwindet sie gern in Reiche der Fantasy-Literatur. Sie verhilft Yrr zu einem neuen Abenteuer und ist auch maßgeblich an der Covergestaltung und der grafischen Umsetzung der gesamten Reihe beteiligt. Sie tut dies gemeinsam mit der Illustratorin Nadja Perun.

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Ivo Palas Elbenthal Chroniken - Band 1 - Dresdner Buchverlag
Gebundene Ausgabe - Fantasy - 978-3-941-75747-9 - Preis: 12,99 Euro

Band 1 wurde mir als limitierter Vorabdruck im Taschenbuchformat vom Verlag zur Rezension zur Verfügung gestellt. "Ivo Palas Elbenthal Chroniken" erscheinen heute, am 04. März 2016 im Dresdner Buchverlag als Hardcoverausgabe. 


Donnerstag, 3. März 2016

Mein Lesezeichen-Flow - Update 6


Bei diesem Update muss ich das erste Mal sagen, dass ich nicht ganz so 100% mit mir und meinen Lesebegleitern zufrieden bin. Es liegt nicht an der Lust oder an fehlenden Ideen, nein, ganz im Gegenteil, in erste Linie liegt es daran, dass ich dringend in einen Bastelladen gehen sollte. Oder besser, ich schaue mich gleich bei Dawanda nach Material um. Denn meines neigt sich immer weiter dem Ende entgegen und somit werden viele Ideen einfach ausgebremst. Der erste Materialeinkauf wurde bereits getätigt, aber das reicht bei weitem nicht, wenn ich mir vorstelle, wieviel Lesezeichen ich in den kommenden Monaten fertigen werde. Mittlerweile ertappe ich mich sogar, dass ich beim normalen Wochenendeinkauf nach Dingen Ausschau halte, die sich umfunktionieren lassen würden.

Soviel zu meinem derzeitigen Gemütszustand, den nur ihr wieder etwas in Richtung eines Lächelns bringen könnt. Es ist ganz einfach, zeigt mir doch bitte in einem Kommentar, dass wenigstens eines der Lesezeichen euer Herz erfreut.


Sagte ich eigentlich schon, dass ich Lesezeichen mit Gummiband als Verschluss liebe? So verrutscht auch in der Tasche nix und das Lesezeichen bleibt da, wo es hingehört. Hier seht ihr wieder zwei dieser Buchbegleiter. In der Mitte seht ihr ein "einfaches" Lesezeichen aus Motivkarton.


Das erste Lesezeichen habe ich aus Filz gemacht, wobei es ein paar hübsche Rüschen bekommen hat. Dieser Buchbegleiter wäre mein Favorit, wenn der olle Filz nicht an zwei kleinen Stellen verrutscht wäre. Sieht unschön aus, ist aber glücklicherweise nur auf der Rückseite passiert. Das andere Lesezeichen ist erneut aus einem Motivkarton mit einpaar hübschen Hinguckern.


Hier ist ein Samtband mit Totenköpfen zu sehen. Eigentlich wollte ich kein schwarz nehmen, aber der Holzknopf am anderen Ende kam so einfach besser zur Geltung. Das zweite Lesezeichen ist erneut ein Buchstäbchen. Allerdings habe ich dieses mit Decopatch-Papier verziert und noch eine Glückskatze an gehangen.

So und nun kommentiert, was die Tastatur hergibt und ich brauche dringend Zeit für den Bastelladen, mal sehen, wann das sein wird....


Dienstag, 1. März 2016

Flugspuren im Februar


Da hatte der Februar schon einen Tag mehr und trotzdem ist er vorbei. Einfach so! Und was hat er uns an schönen und informativen Beiträgen gebracht? Sicherlich hunderte von Beiträgen. Die kann ich euch allerdings nicht alle hier vorstellen. Darum wieder eine Auswahl meiner Highlights und hoffentlich auch ein paar Neuentdeckungen für euch. Oder vielleicht habt ihr den ein oder anderen Beitrag verpasst...